BSV bleibt im März unbesiegbar

Was für ein März beim BSV! Nach überzeugenden Siegen gegen Pastow, Victoria und Kritzmow, war der BSV heute im nächsten Spitzenspiel gegen die dritte Vertretung des FSV Bentwisch gefordert und wollte seine frühlingshafte Frühform erneut abrufen. Ob das gelingen konnte?

Häschen ist gut drauf vorm Spiel

Bei ungemütlichen, einstelligen Temperaturen bei der Spielvorbereitung und dem Warm-Up glaubte man noch nicht so Recht an einen sonnigen BSV-Super-Sonntag, zu dem Coach Sven auf einen großen Kader, trotz einiger krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle bauen konnte. Durch den Ausfall von Jannotta, der nach seiner Wahl in den BSV-Vorstand (Herzlichen Glückwunsch) in Portugal verweilte, voraussichtlich um sich Finanztipps zu holen und Brian, der den Kita-Keim hatte, sprangen Alex und Basti in der Verteidigung in die Bresche und sollten ihre Sache sehr gut machen. Ansonsten sahen die zahlreichen Zuschauer die bekannten Gesichter der letzten Wochen.

Das Spiel begann flott und perfekt für den BSV. Nach sechs Minuten vollstreckte Richi überlegt und seelenruhig ins Eck, nachdem ihm der Ball nach einem Eckstoß vor die Füße gefallen war. Was für ein Start! Und der BSV blieb am Drücker und versuchte immer wieder gefährlich vors Tor zu kommen. Keine zehn Minuten später dann der zweite Treffer des Tages. Einen Distanzschuss von Jatschi konnte der Torhüter nur abprallen lassen, Maus schaltete am schnellsten und schoss die Kugel über die Linie. 7 Tore stehen nun auf seiner Liste, womöglich muss seine Trikotnummer nochmal angepasst werden, um die Torejagd weiterzuführen – ein wahrer Maus-März! Kurz darauf hat Fiete sogar die Chance aufs Dritte, scheitert aber am Außenpfosten.
Dann ein Schreckmoment in der Kuhstall-Arena. Ein Spieler des FSV Bentwisch, fiel auf die Schulter und musste leider im RTW mit zwischenzeitlichem Helikopter-Notarzt-Einsatz vom Spielfeld gebracht werden. Der BSV wünscht an dieser Stelle die besten Genesungswünsche!
Nach langer Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt und Bentwisch kam besser ins Spiel. Nils konnte die Null mit zwei wichtigen Paraden halten und dem BSV die 2-Tore-Führung zur Halbzeit retten.
Nach der Halbzeit kam Simon für Maus ins Spiel und sollte ein entscheidender Faktor im zweiten Durchgang werden. In der 60. Minute spielte der gerade eingewechselte Til einen schönen Steckpass zu Simon, der Böller in der Mitte bediente, der wiederum zum dritten Tor einnetzte. Der Ball lief in den Reihen des BSV wirklich bombastisch heute! Einige Zeigerumdrehungen später konnte sich Simon dann noch selbst belohnen, indem er einen Fehlpass des Gästetorwarts ausnutzte und eiskalt verwandelte. 4:0 der Drops war gelutscht. Hinten routiniert verteidigt, vorne die Chance durch Fiete auf ein fünftes Tor, alles in allem ein sehr überlegener Auftritt des BSV am heutigen Sonntag, der auch noch durch die Sonne zum Super-Sonntag wurde! Zumal es das erste Zu-Null-Spiel war und sich folgerichtig in den goldenen März einreihte.
4 Spiele – 4 Siege – 12:3 Tore – 12 Punkte – Platz 5 – Geile Zahlen, die uns der März und der super Fußball, den wir zur Zeit spielen, brachte. Bevor wir am 12.04.26 um 14:00 Uhr in Papendorf an unsere Leistungen anknüpfen wollen, steht jetzt erstmal das Osterfest vor der Tür. Wir wünschen allen Fans ein frohes Osterfest und freuen uns mit euch gemeinsam im April anzugreifen! Vielen Dank für euer zahlreiches Erscheinen heute, bleibt gesund!
Euer BSV💙🤍

Aufstellung

Nils Kröner- Tom Haß, Alexander Horack, Tom Hutfilz, Sebastian Gaedecke- Jan Tschirner, Richard Lindner (70. Ron Täubert)- Fiete Oesterle, Tim Knispel (60. Til Möhwald), Tim Pfitzmann (46. Simon Lenzner)- Tim Hagemann (74. Eric Molski)

Tore

1:0 Richard Lindner 6. Min
2:0 Tim Pfitzmann 16. Min
3:0 Tim Hagemann 61. Min
4:0 Simon Lenzner 64. Min

Sensation beim Tabellenzweiten – BSV Kessin schlägt den FSV Kritzmow II

„Weeßte, ick hab ne Tochter, ick will mit der uffn Spielplatz und allet. Deswegen will ick mich heute schonen und mir nicht wieder die Knochen kaputttreten lassen“. Diese löblichen und reflektierten Worte fand der Familienmensch Kolbsen vor dem Spiel. Aufgrund einer Knieblessur war sein Einsatz fraglich. Ob sein Plan aufging, verraten die kommenden Zeilen…

Area 51. Atlantis. Das Bernsteinzimmer. Alkoholfreies Bier. Die Welt ist voller Mythen, die der gemeine Mensch kaum zu erklären vermag. In jene Riege reiht sich auch der Auswärtssieg unserer tapferen Mannen in Kritzmow ein. Besonders, wenn man nur die erste viertel Stunde sah. Der FSV untermauerte eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen und führte uns regelrecht vor. Mit gut und gerne 96% Ballbesitz setzten uns die Hausherren gehörig unter Druck. Diesem Druck konnten wir 13 Minuten standhalten, ehe Kritzmows Jannik Krasemann die hochverdiente Führung für die Gastgeber besorgte. Ein wenig fehlte allen die Fantasie, wie das hier zu bewerkstelligen sein sollte. 3 Minuten später gab es eine erste, eloquent vorgetragene Idee: „Jetzt so ein Scheißekeldreckskackstandardtor wäre super“, entfuhr es Julian im Eifer des Gefechts. Besonders Timbo fand diesen Vorschlag brauchbar. Über Umwege landete ein Eckball bei ihm, den er kompromisslos zum Ausgleich nutzte (16.). So weit so gut…

Die Elf von Coach Oesterle konnte sich langsam stabilisieren, dennoch wirbelten Kritzmows junge Dachse unsere Ordnung immer wieder kräftig durcheinander. Was könnte nach einem Standard also die nächstbeste Variante eines Außenseiters sein, um ein Tor zu erzielen? Richtig, ein Konter! Einen Sahnepass von Lukas nahm Maus in Empfang, zündete den Turbo und hob den Ball mit dem sanftesten Vollspannstoß, den diese Welt je gesehen hat, über den Keeper ins Netz. Kein Abseits? Na gut, wer würde dem Schiedsrichter widersprechen wollen. 2:1 Führung, rätselhaft, aber geil! Kurz vor der Pause wäre um ein Haar noch die Doppelmaus erschienen, der Kritzmower Schlussmann vereitelte dies jedoch. Mit einem 2:1 ging es also in die Kabinen.

Wer nun dachte, dass sich der Ballbesitz unsererseits kaum noch reduzieren ließe, sollte im zweiten Durchgang sein blaues Wunder erleben. Balleroberung, lang rausdreschen. Balleroberung, lang rausdreschen. Balleroberung, lang rausdreschen. Man könnte den Spielbericht an dieser Stelle sicher noch ein wenig mit Details würzen, aber die Quintessenz ist eben jene: Balleroberung, lang rausdreschen, Spielaufbau Kritzmow. Wegverteidigt bekamen wir alles. Um auch jedermanns Leistungspotenzial vollumfänglich abrufen zu können, sprach Jatschi nach 65 Minuten der Bank sogar ein Rauchverbot aus (SKANDAL!). Es sollte aber helfen, die Zeit verging zwar quälend langsam, aber sie verging. Kurz vor Schluss dezimierten sich die Hausherren noch einmal selbst und mussten nach einem Platzverweis zu zehnt weitermachen. Und unsere größte Waffe hatten wir ja noch gar nicht genutzt…

„Kolbsen, mach dich noch mal warm“, kommandierte Coach Oesterle gedankenschnell nach 90 Minuten. Kolbsen, allzeit bereit, ersetzte kurz darauf Böller, um nochmal Zeit von der Uhr zu nehmen. Um den Wahnsinn perfekt zu machen wurde ihm selbstverständlich der Ball pfannenfertig kurz vor der Mittellinie serviert, er lief mutterseelenallein auf den aufgerückten Torwart zu und schob den Ball kompromisslos an ihm vorbei. Unter tosendem Jubel trudelte das Spielgerät zum 3:1 in die Maschen. In seinem zweiminütigen Einsatz fand Kolbsen auch noch die Zeit für eine gelbe Karte, was für ein Arbeitstag! Uffn Spielplatz ging es für Kolbsen im Anschluss nicht. Ins Ostseestadion sehr wohl. Er hatte es sich verdient. Somit gehen drei Punkte, die nicht unbedingt eingeplant waren auf das Kessiner Konto. Geil, geil, geil, wir sind die Größten! Wir danken allen Auswärtsfahrern und sehen uns wieder!

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner, Tom Haß, Toni Linda, Felix Jannott, Tom Hutfilz – Maus Pfitzmann, Jan Tschirner, Lukas Manski, Tim Knispel (69. Til Möhwald), Fiete Oesterle – Tim Hageböller (90. Felix Kolbe)

Torfolge

1:0 Jannik Krasemann (13.)

1:1 Tim Knispel (16.)

1:2 Maus Pfitzmaus (27.)

1:3 Felix Kolbe (90.)

Überzeugender Heimsieg gegen Viktoria – Doppelmaus sichert den Dreier für den BSV!

Der Rückrundenstart ist geglückt. Nach dem Auswärtssieg in Pastow überzeugte der BSV bei der letztwöchigen Heimaufgabe gegen den SC Viktoria Rostock 06 auch spielerisch und behielt die drei Punkte im Kuhstall. Neben Kühen, Störchen und Maulwürfen spielten in unserem vereinsinternen Tierpark auch Mäuse und Katzen eine zentrale Rolle beim Heimerfolg. Der Reihe nach…

Sonnenschein. 15 Grad. Kühles Bier. Zahlreiche Fans. Auch wenn keine vereinheitlichte Formel für vollkommenes Glück überliefert ist, so scheinen jene Ingredienzien der Wahrheit doch sehr nahe zu kommen. Und all das traf auf den Spieltag zu. Die Laune hätte schlechter sein können, wenngleich Flügelflitzer Oesterle nächtliches Geschrei seines neuen Katers Herr Jemineh beklagte. In die Startformation schaffte er es dennoch (Fiete, nicht aber der Kater). Gian-Luca, Erik und Jatschi ersetzten Böller, Tom und Basti, der von heute an und immerdar nur noch Gecko heißen soll.

Herr Jemineh

Gut und gerne 40 Zuschauer sahen eine kurze Abtastphase, aus der sich eine kleine Feldüberlegenheit unsererseits entwickelte. Maus setzte eine erste Duftmarke, als er einen Eckstoß direkt aufs Tor zog (14.). Ob das Absicht war? Man kann nur spekulieren. Die erste starke Kombination über Fiete, Jatschi und Timbo landete bei Maus, der den Ball nur noch mit dem Kopf streifen konnte (22.). Er brachte sich langsam aber sicher in Stellung. Ein weiterer Abschluss von Jannotta unterstrich die Ambitionen der Heimelf (23.). Nach 25 Minuten dann ein Dämpfer. Nachdem der Gästekeeper sich als fairer Sportsmann zeigte und dem BSV entgegen der Schiedsrichterentscheidung einen Eckball zusprach, flog uns selbiger kurzerhand um die Ohren. Durch eine unklare Zuordnung am eigenen Sechzehner gelang der Rostocker Stürmer in die Abschlussposition zum 1:0 für unsere Gäste. Ärgerlich, hatte man doch eine gute Leistung gezeigt.

Zug zum Tor

Der Wille des BSV war jedoch ungebrochen. Nach weiteren Angriffsbemühungen und Abschlüssen, erlöste uns die 36. Minute. Timbos Schuss konnte noch stark entschärft werden, Maus war jedoch hellwach und bugsierte den Abpraller über die Linie, verdienter Ausgleich! Auch im Folgenden präsentierte sich die Elf von Coach Oesterle engagiert, musste mit dem Spielstand von 1:1 jedoch vorlieb nehmen. Das Problem scheint bekannt: viel vom Spiel, wenig Tore.

Kessiner Dribbelmaus – flink und torhungrig

Und damit rein in Durchgang zwei. Nach 52 Minuten wurde der fleißige Eric ausgewechselt, Toptorjäger Kolbsen schleppte seinen abermals angeschlagen Leib auf den Platz. 10 Minuten später kam er schon das erste Mal aussichtsreich in Schussposition, setzte den Abschluss allerdings einen knappen Kilometer über das Tor. Kurz darauf klappte es besser. Der technisch „ausreichende“ (Zitat Coach Oesterle) Timbo spielte einen schönen Pass in den Lauf von Maus, der den Ball zum 2:1 einschob (66.), Doppelpack! Wenig später verließ er unter stehenden Ovationen das Spielfeld, Gecko nahm seinen Platz ein. Nur wenige Zeigerumdrehungen später durfte sich auch Timbo seinen Sonderapplaus für sein starkes Spiel abholen, Ron ersetzte ihn (73.).

Doppelpack

Frisch auf der Auswechselbank angekommen durften Timbo und Maus (mittlerweile rauchend und Radler trinkend) die Vorentscheidung zur Kenntnis nehmen. Jatschis Freistoß kann nur nach vorne abgewehrt werden, im Getümmel kommt Fiete zum Abschluss und piekt den Ball über die Linie, 3:1! Schmunzelnd erklärte er dieses Tor nach dem Spiel zum Gänsehauttor. Nachdem Fiete kurz darauf 14 Gegenspieler auf einem Bierdeckel ausdribbelte, schnupperte er sogar am Doppelpack, vergab aber aus der Kurzdistanz mit dem rechten Außenschlappen und erklärte später, dass der Ball die Linie nicht einmal erreicht hätte, wenn er mit dem linken Fuß abgeschlossen hätte. Sei es drum. Die 3:1 Führung verteidigte der BSV souverän, auch wenn Nils (Torwart, meistens) den Gegner 30 Meter vor seinem eigenem Tor noch einmal scharf anlief und seinen Kasten kurzerhand unbeaufsichtigt ließ. Zudem schob Dartslegende Gecko den Ball noch einmal haarscharf am eigenen Tor vorbei, aber selbst diese Bemühungen konnten den Heimsieg nicht mehr in Gefahr bringen.

Team

Zu guter Letzt durfte Geburtstagskind Igor noch dreimal das traditionelle „BSV“ in den Mannschaftskreis donnern, ehe er unter stürmischer Begeisterung ankündigte zwei Paletten Carlsberg von der Fähre erworben zu haben und jene der Mannschaft zur Verfügung stelle. Ein nahezu perfekter Tag wurde also mit kühlen Dose im warmen Bandelstorf beendet. Danke an alle Unterstützer und Unterstützerinnen, die vor Ort waren und bis zum nächsten mal (Samstag, 14.03. in Kritzmow).

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Tom Haß, Felix Jannott, Gian-Luca Bandiko, Richard Lindner – Fiete Oesterle, Lukas Manski, Jan Tschirner, Tim „Maus“ Pfitzmann (68. Sebastian „Gecko“ Gaedecke), Tim Knispel (75. Ron Täubert) – Eric Molski (52. Felix Kolbe)

Torfolge

0:1 Konstantin Andresen (25.)

1:1 Maus (37.)

2:1 Maus (66.)

3:1 Fiete Oesterle (78.)

Erfolgreicher Rückrundenstart nach XXL-Winterpause

Am vergangenen Sonntag war es so weit, Rückrundenstart. Aufgrund des wochenlangen Winterwetters inklusive Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt sowie Schnee- und Eisdecke auf sämtlichen Sportplätzen in und um Rostock, fiel die Rückrundenvorbereitung quasi komplett ins Wasser (oder eben ins Eis). Nichtsdestotrotz versuchten wir uns so gut es ging fit zu halten, was mit Alternativangeboten in der Halle, Laufchallenge und der ein oder anderen Laufhallen-Einheit gut angenommen wurde. Der Vorteil dabei, dass es nicht nur uns so ging und das erste Rückrundenspiel etwas einer Wundertüte gleichkam. Gegner war dabei die dritte Mannschaft des SV Pastow. Bei endlich mal frühlingshaftem, wenn auch etwas windigem Wetter war alles bereit und die Kaderbreite konnte sich trotz manch einer Gelb- oder Rot-Sperre sehen lassen.

Die Sonnenstrahlen lockten am Seitenrand zahlreiche Zuschauer an, die eine anfangs etwas hektische Partie auf beiden Seiten zu sehen bekamen. So verfehlte Böller mit einem ersten Abschluss knapp das Tor, nachdem der Keeper der Pastower auf kleinem Spielfeld weit vor dem Kasten agierte. Kurz darauf brachte allerdings ein Abschluss ins lange Eck die frühe Führung für den SVP mit sich. Nils blieb hier unglücklich mit Hand im Boden hängen, sonst hätte er den Ball vielleicht sogar noch erreicht. Mund abputzen. In der Folge kam Fiete zwei Mal kurz hintereinander zum Abschluss, blieb jedoch ohne Torerfolg, ebenso wie Maus von der linken Seite. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb die Partie etwas zerfahren. Der beste Mann auf Seiten des BSV war hierbei eindeutig Nils, der in mehreren 1 vs. 1 Situationen der Sieger blieb und stark parieren konnte! Damit hielt er die Kessiner im Spiel, sodass es trotz Chancenplus auf Seiten der Hausherren nur mit einem 1:0 Rückstand in die Kabinen ging. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Mörser für Maus ins Spiel und brachte neuen Schwung auf die linke Seite. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe ohne nennenswerte Vorteile oder Chancen. Nach ca. einer Stunde kam Kapitän Jatschi für Böller aufs Feld und haute sich direkt ordentlich rein. Der Einsatz färbte auf die gesamte Mannschaft ab, sodass der BSV zunehmend den Ton angab und sich mehr und mehr Spielanteile holte. Das sollte sich nach 72. Minuten auszahlen, als Mörser in einer starken Einzelaktion gegen mehrere Verteidiger der Sieger blieb und zum 1:1 aus kurzer Distanz traf. Sauber! Jetzt merkten alle, dass hier was geht und der Druck wurde weiterhin hochgehalten. Nach 85 Minuten kam Luca (inzwischen für Timbo eingewechselt) über rechts in den Strafraum und legte von der Grundlinie auf Fiete zurück. Dieser brachte den Ball nach kurzer Annahme aufs lange Eck. Der Torhüter war bereits am Boden, zwei weitere Verteidiger auf der Linie. Als letzte Chance den Einschlag zu verhindern, blieb einem der beiden Pastower lediglich das Handspiel auf der Linie übrig, welches wahrscheinlich eher reflexartig passierte. Die Folge Rot für Pastow und Elfmeter für den BSV! El Capitano schnappte sich sofort den Ball und behielt bis zur Ausführung die Ruhe. Souverän traf er ins linke Eck, obwohl der Pastower Torhüter die Ecke ahnte. Großer Jubel beim BSV! Die letzten Standards der Gastgeber konnten ebenso verteidigt werden, sodass der erste Auswärtssieg der Saison zu Buche stand, sauber! Das Ergebnis geht aufgrund der deutlich besseren zweiten Halbzeit sicherlich in Ordnung, auch wenn wir uns bei Nils bedanken können, dass es zur Pause nur ein Tor Rückstand war. Bei bester Laune ließen wir den Sonntag also ausklingen. Weiter geht’s nächste Woche in der Kuhstallarena mit hoffentlich zahlreicher Unterstützung gegen Viktoria. Bis dahin!

Für den BSV im Einsatz

Nils – Tom Haß (83. Eric), Tom Hutfilz, Felix J., Basti – Tim K. (67. Luca), Richi, Manski, Tim P. (46. Emil) – Tim H. (56. Jatschi), Fiete

Torfolge

1:0 Eric Antoni Strauch (10.)

1:1 Emil, Mörser (72.)

1:2 Jatschi (86. HE)

BSV holt einen Punkt vor der Winterpause

Aufgrund der Vorweihnachtszeit entfällt der Spielbericht. Zusammengefasst holen wir einen wichtigen Punkt im Auswärtsspiel in Teterow. Ein Gegentor in der Nachspielzeit sicherlich immer etwas ärgerlich. Was im Kopf bleibt, ist ein fulminantes 40-Meter-Tor von Tommi. Anfang März geht es weiter mit der Rückrunde. Wir gehen mit einem 8. Tabellenplatz in die Pause.

Torfolge

0:1 Kolbsen – 12. Minute
1:1 Oliver Schröder – 56. Minute
1:2 Tommi – 75. Minute
2:2 Daniel Wegner – 90. Minute

Aufstellung

Julian – Brian, Manski, Jannotta, Alex – Richie, Til, Maus (62. Tommi), Emil – Micha, Kolsben (76. Birki)

Präsident Zimmermann baut sich Denkmal bei BSV-Heimsieg!

Meine Güte, da war mal wieder was los in Bandelstorf. Das Tabellenschlusslicht Rostocker FC III reiste in die Kuhstallarena, um den Jungs von Coach Oesterle alles abzuverlangen. Warum Präsident Zimmermann sich noch unsterblicher machte, als er ohnehin schon ist, wie viele Torhüter der BSV Kessin mittlerweile wirklich im Kader hat und wer das schönste Tor des Tages erzielte – all das verraten die kommenden Zeilen

Abraham Lincoln, Charles de Gaulle, Richard von Weizsäcker, Nelson Mandela. All jene Namen berühmter Präsidenten stehen für internationales Renommee, Stärke, Leidenschaft, Aufopferungsbereitschaft. Schändlich wäre es den Namen Michael Zimmermann in diesem Zusammenhang zu verschweigen. Der Präsident des BSV Kessin wandelt womöglich etwas weniger auf dem internationalen Parkett als die übrigen Genannten, drum sind seine Verdienste seines Wirkens jedoch nicht weniger wert. So ist er es gewesen, der schon vor dem Treffpunkt einmal mehr die nötigen Vorbereitungen traf, um der verwöhnten Restmannschaft eine Menge Arbeit zu ersparen. Darüber hinaus bekleidete er wenige Stunden später trotz vielmals erklärter und noch häufiger ignorierter Fußballrente die Position des Stürmers. Gleichsam stellte er Julian darauf ein, dass auch er sich seine Fußballrente im Prinzip abschminken könne, so will es das Gesetz des Kuhstalls. Er nahm seine Rolle als 9. Torwart des Vereinskaders (wir haben durchgezählt) an. Basti und Böller rückten ebenfalls wieder in die Startelf, ebenso wie Toni. Die Liste der Erkrankten aufzuführen würde den Rahmen sprengen, daher zum Spiel…

Es sollte eine Abstiegsschlacht werden. Gute Aktionen gab es durchaus in einigen Bereichen, nur waren sie gegenüber den Missglückten in der Unterzahl. Kolbsen sorgte nach 5 Minuten für einen ersten Torabschluss aus spitzem Winkel (5.), Timbo leitete 3 Minuten später zwei weitere Gelegenheiten ein. 14 Minuten mussten vergehen, ehe Julian sich erstmals auszeichnen konnte, als er eine Doppelchance des RFC zunichte machen konnte. Nach 16 Minuten wiederum marschierte Kolbsen entschlossen bis auf die Grundlinie des Gästestrafraums und bediente mustergültig unseren Präsi, der seine Leistung auf und neben dem Feld mit einem Tor belohnte, 1:0 für den BSV Kessin. In den Whatsappgruppen dieser Welt werden noch heute Statuen für Michael Zimmermann gefordert. Doch selbst ein prophetischer Präsident wie er ist an die irdischen Gesetze dieser Welt gebunden. Eines jener Gesetze lautet: Machste se vorne nicht, kriegste se hinten.

So kam nach 19 Minuten der RFC-Stürmer im Strafraum zu Fall, Felix Otto verwandelte den Elfmeter zum 1:1. Auch in der Folge kam der BSV zu einigen Chancen, ließ diese aber geradezu verschwenderisch liegen. So kam es nach 35 Minuten sogar zum Rückstand durch Maximilian Mager, der Julian im 1 gegen 1 überwand. Ärgerlich: ein Foulspiel an Böller wurde im Vorfeld übersehen. Weitergespielt haben wir trotzdem. Abermals kam Kolbsen zu einer aussichtsreichen Gelegenheit. Kurz vor der Pause trafen die Rostocker noch einmal die Latte. Man könnte an dieser Stelle erwähnen, dass Julian den Ball spektakulär mit den Fingerspitzen an selbige lenkte. Dies würde jedoch den Tatbestand des Eigenlobes erfüllen, daher wird darauf verzichtet.

Hälfte zwei startete nicht unbedingt vielversprechend. Zum einen fanden wir selbst kein Mittel, zum Anderen wurde der RFC gefährlich. Nach 55 Minuten trafen die Gäste zum vermeintlichen 3:1. Der sicherlich stets bemühte Referee erkannte zu unserem Glück jedoch eine Abseitsposition, die außer ihm wohl die wenigsten erkannten. Glück für uns. Fünf Minuten später waren wir dann noch ein bisschen glücklicher. Emil setzte sich bärenstark im Zentrum durch und bediente Kolbsen, der sein 7. Ligator erzielen konnte.

Ab hier war alles angerichtet für eine Schlacht. Der Platz war nunmehr einmal komplett umgegraben, das Ballverhalten diente dem einer Kugel im Flipperautomaten, die Kräfte schwanden. Präsi Micha wurde nach 75 Minuten unter großem Jubel verabschiedet, Eric ersetzte ihn. Nach 81 konnte Julian den BSV mit einer weiteren Doppelparade im Spiel halten, sieben Minuten später kam jedoch der Schlusspunkt. Timbo beackerte einmal mehr die Seitenlinie und brachte den Ball in den Strafraum, wo der Rostocker Björn Schmidt den Fuß hinhielt und einigermaßen spektakulär im eigenen Tor unterbrachte. Die Nachspielzeit überstand die Elf von Sven Oesterle, Abpfiff, Heimsieg, drei Punkte!

„Jungs, für die Augen war heute wenig dabei“, bewertete Coach Oesterle das Geschehene. Die drei Punkte schmeckten jedoch auch ihm, da man einmal mehr der angespannten Personalsituation trotzen konnte und die komplizierte Heimaufgabe löste. Am kommenden Wochenende wartet mit dem SV Teterow II eine schwierige Aufgabe, die wir einmal mehr mit allem Engagement anzugehen gedenken. Bis dahin gehabt euch wohl und huldigt unserem Präsidenten!

Für den BSV im Einsatz:

Julian Parschau, Tom Haß, Toni Linda, Felix Jannott, Basti Gaedecke – Tim Knispel, Til Möhwald, Emil Mors, Tim Hagemann – Felix Kolbe, Michael Zimmermann (75. Eric Molski)

Torfolge

1:0 Präsident Michael Zimmermann (15.)

1:1 Felix Otto (19.)

1:2 Maximilian Mager (35.)

2:2 Felix Kolbe (62.)

3:2 Björn Schmidt (Eigentor, 87.)

BSV wacht zu spät auf – Niederlage in Thürkow

Am 30.11. ging es für den BSV nach Thürkow. Jener Sportplatz, auf dem im Oktober 2019 das Spektakel zum Aufstieg in die Kreisliga stattfand. Von damals waren mit Tom, Jannotta, Brian und Birki vier BSVler erneut am Start.

Der BSV fand leider so gar nicht ins Spiel und wurde vom Gastgeber in der ersten Halbzeit dominiert. Zu selten konnte für Entlastung gesorgt werden. Nils hielt die vermeintlich schmeichelhafte, knappe Führung von 2:0 zum Pausenpfiff fest.

Die zweite Halbzeit sah schon besser aus. Der BSV nahm das Spiel an und wollte das Ding noch drehen. Chancen ergaben sich auf beiden Seiten. In der 76. Minute erzielte Emil den Anschlusstreffer. Nach Abschluss von Brian schaltete er schnell und setzte den Abpraller ins Tor. Nur fünf Minuten später stand Emil erneut im Mittelpunkt. Bärenstark tankte er sich durch die Abwehrreihe und konnte kurz vor dem Tor nur noch mit einem Foulspiel gestoppt werden. Die Folge war eine rote Karte und folglich ein Überzahlspiel für die letzten 15 Minuten. Der Freistoß war von Tomi gut getreten, doch der Torwart war nun wach. Er hielt für seine Farben sämtliche Abschlüsse von uns, sodass wir leider ohne etwas Zählbares heimfahren mussten.

Für den BSV im Einsatz:

Nils Kröner – Tom Haß, Tom Hutfilz, Felix Jannott, Brian Sturzwage – Tim Knispel, Richi Lindner, Lukas Manski, Emil Mors – Alex Horack (84. Eric Molski), Michael Zimmermann (62. Felix Birkner)

Torfolge

1:0 Nick Sosna (24.)

2:0 Anton Strupp (38.)

2:1 Emil (76.)

Aufholjagd führt zu Punktgewinn gegen Rühn

Nach dem Herzschlagfinale gegen den PSV stand das Auswärtsspiel gegen den FSV Rühn an. Die Gastgeber hatten in der Vorwoche einen Achtungserfolg mit einem Sieg gegen Thürkow erzielen können. Dies war gleichzeitig ihre erster Dreier. Der BSV wollte nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel, auch gegen Rühn etwas mitnehmen. Im Vorfeld der Begegnung standen die Zeichen jedoch zeitweise auf Absage, da beide Teams mit der Krankheitswelle zu kämpfen hatten. Mit zwei stark reduzierten Kadern konnte es letztendlich dennoch angepfiffen werden. Mit den roten, langarmigen Ausweichtrikots stand zumindest ein wärmendes Element für alle bei kalten Novembertemperaturen zur Verfügung.

Wie bereits angedeutet, musste das Team erneut auf links gedreht werden, da einige Spieler erkrankt waren. Julian schlüpfte ehrenhaft ins Torwarttrikot, sodass Nils wieder auf dem Feld agieren konnte. Ansonsten konnten zumindest Häschen und Jannotta erneut ihre Positionen bekleiden. Brian wurde als LV wieder fit, Toni rückte eine Reihe nach hinten. Offensiv spielte Böller für Simon.

Direkt von Beginn an lud der seifige Platz zum Grätschen und Ausrutschen ein. So wurde von der ersten Minute an viel der Rasen geküsst, gewollt und ungewollt. Julian konnte sich direkt in der Anfangsphase auszeichnen und überzeugte mit langarmigen Paraden und guter Kommunikation. Rühn wirkte etwas griffiger und zielstrebiger in der ersten halben Stunde. So kam es auch zum verdienten Führungstreffer, den selbst Julian nicht vereiteln konnte. Wie so häufig in dieser Saison zeigte das Tor bei uns Wirkung. Nur vier Minuten später konnte Rühn auf 2:0 erhöhen. Auch nach diesem Tor glich unser Auswärtsspiel eher einer Rutschpartie. Die Grätschen und Pässe zu unpräzise, sodass Rühn zu sehr guten Chancen kam. Julian und die Ungenauigkeit des Gegner hielten uns im Spiel. Ein wenig aus dem Nichts kamen wir jedoch vor der Pause noch zum wichtigen Anschlusstreffer. Letztendlich drückte Maus das Spielgerät nach mehrmaligen Schüssen von uns über die Linie. Sein drittes Saisontor.

In der Kabine war der Ton dennoch rau. Zufrieden war niemand mit dem bisher Gezeigten. Die Körpersprache war mit Wiederanpfiff eine andere. Julian war zwar nicht beschäftigungslos, dennoch hatten wir in der Folge mehr Ballbesitz und mehr Sicherheit in unserem Spiel. So konnte Kolbsen in der 55. Minute nach Vorarbeit von Emil mit seinem sechsten Saisontor den Ausgleich erzielen. Wenig später sogar die Chance, das Spiel komplett zu drehen, doch der Fuß des Torwarts vereitelte den Blitz-Doppelpack von Kolbsen. Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte sichtlich. Wir hatten gute Ballstafetten. Doch auch in dieser Phase kam Rühn zu sehr guten Chancen. Diesmal war es Toni, der uns mit zwei, drei wichtigen Klärungsaktionen im Spiel hielt. Die letzten Chancen hatten dann wiederum wir, der Siegtreffer wie in der Vorwoche blieb uns jedoch verwehrt.

In Summe nehmen wir den Punkt mit und können uns darüber nicht beschweren. Die zweite Halbzeit macht Lust auf mehr! Die Einstellung passt, nachdem es zwischenzeitlich nach einer sicheren Niederlage aussah. Doch Julian im Kasten und unsere Goalgetter vorne konnten das Ruder umreißen.

Weiter geht es am 30.11. mit unserem Gastspiel beim TSV Thürkow. Wir schwelgen da zum Teil noch in wilden Erinnerungen – ihr auch?

Torfolge

1:0 Eric Ginter (23.)

2:0 Jan-Torben Hübner (27.)

2:1 Maus Pfitzmaus (44.)

2:2 Felix Kolbe (55.)

Für den BSV im Einsatz

Julian Krake Kolke – Brian, Toni, Jannotta, Häschen – Maus, Manski, Nils (73. Tomi), Emil, Böller – Kolbsen
Bank: Eric

Herzschlagfinale in der Kuhstallarena – später Heimsieg für den BSV Kessin!

Heimspiel gegen den PSV Rostock II, 90 Minuten Kampf in der unteren Tabellenregion. Zwei Dinge waren nach diesem Spieltag jedem BSV-Anhänger klar. Erstens: es gibt einen Fußballgott. Zweitens: sein Name lautet Toni Linda. Dies ist zugegebenermaßen eine sehr eindimensionale Sicht auf die Dinge, fasste aber die Gefühlslage eines Jeden unmittelbar nach Abpfiff gut zusammen. Der Reihe nach…

Tradition hat einen Namen in der Bandelstorfer Kuhstallarena. Er lautet: Personalengpass. Einmal mehr durfte sich Trainer Oesterle bei seiner Gestaltung der Startelf kreativ ausleben. Kapitän und Rotsünder Jatschi, der sich im Rahmen seiner Resozialisierung mit dem Ordnerleibchen umhüllte, fehlte im zentralen Mittelfeld. Auch Brian musste erkältungsgeschwächt kurzfristig absagen, Tom und Basti fehlten ebenso. So rückte Rückkehrer Richi nach genau einer Trainingseinheit auf die Position des linken Verteidigers. Sein Pendant auf der rechten Seite bildete Häschen ab, der nach drei Spielen Pause ebenfalls zurückkehrte. Darüber hinaus bekleidete Emil die Position auf dem rechten Flügel, während sich mit Toni ein wahrer Edelgast die Ehre gab. Wie wichtig das noch werden würde, sollte sich später zeigen…

Mit viel Schwung startete Oesterles Eleven in die Partie. Gut und gerne sechs gute Chancen wurden in kollektiver Dekadenz vergeben. Insbesondere Simon fungierte immer wieder als Antreiber aus dem Mittelfeld und bereitete zahlreiche Aktionen vor, die bevorzugt über dem Tor endeten. Kolbsen, Emil, Maus, Richi und Simon höchstselbst scheiterten beim Abschluss, während der PSV II kaum stattfand, kurz vor dem Pausenpfiff aber gefährlich kontern konnte. Ein 0:0 zur Pause. Ratlosigkeit. Wird das hier wieder ein Spiel ohne Belohnung? Im zweiten Durchgang sollten die Tore folgen. Und wie…

Zug nach vorne war auch im zweiten Durchgang seitens der Gastgeber spürbar. Umso blöder guckten jene nach 51 Minuten. Ein Freistoß segelte in den Strafraum der Kessiner. PSV-Akteur Christopher Reimers stand einsam und allein auf Höhe des Elfmeterpunktes und ließ sich nicht zweimal bitten, 0:1 für die Gäste. Doch die Reaktion folgte zügig. Nur vier Minuten später schlug Simon eine mustergültige Eckstoßflanke auf Maus, der mit seinem zauberhaften Gesicht (manche sagen Augen, manche sagen Nase) das 1:1 markierte. Das gab Auftrieb. Eine bärenstarke Kombination von Emil und Simon vollendete Kolbsen, der Simons angenehm anzusehenden Chip zum 2:1 verwandelte (62).

Nun wäre es wahrlich zu leicht, wenn das den Schlusspunkt markieren sollte. Ein „der BSV spielte die Partie souverän zu Ende und ließ nichts mehr anbrennen“ wird es in dieser Saison wohl nicht mehr geben. Denn nur so lässt sich das Folgende erklären. Nach 86 Minuten kommt Böller im Strafraum zu Fall, der Pfiff blieb aus, der Konter mündet in Slapstickmanier ins 2:2 und die Gesichter werden länger und länger. Als wäre auch das nicht genug, scheitern die Gäste hiernach nun auch noch zum einen an Nils und zum anderen an sich selbst. Zwei dickste Gelegenheiten zur PSV-Führung bleiben ungenutzt.

Und so kommt es wie es kommen musste. Ein Freistoß aus 50 Metern legt sich Simon zurecht, der im Spiel ohnehin jede Position mindestens einmal bekleidet hat (OHNE ZU SCHWITZEN, wie Toni nach dem Spiel halb beeindruckt und halb erbost bemerkte). Simons Freistoß segelt in den Sechzehner, Fußballgott Toni ist aufmerksam und schiebt den Ball zum umjubelten 3:2 nach 92 Minuten ins Netz. WAS FÜR EIN FINISH! Ekstatischer Jubel brach sich daraufhin Bahn. Die letzte Minute verlief unfallfrei, sodass der BSV drei wichtige Punkte im Kuhstall behalten konnte. „Ich bin so froh, dass ihr euch endlich mal belohnt habt. Hätten wir dieses Spiel nicht gewonnen, hätte ich die Welt nicht mehr verstanden“, jubelt Coach Sven im Siegerkreis nach der Partie. So lasset uns fortan beten zu Fußballgott Toni. Sein Wille geschehe, sein rechter Fuß bestehe. Amen.

Torfolge

0:1 Christopher Reimers (51.)

1:1 Maus Pfitzmaus (55.)

2:1 Felix Kolbe (62.)

2:2 Ole Biebig (86.)

3:2 Toni Linda (92.)

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Richard Lindner, Til Möhwald, Felix Jannott, Tom Haß – Tim Pfitzmann (76. Tim Hagemann), Lukas Manski, Toni Linda (92. Michael Zimmermann), Emil Moers, Simon Lenzner – Felix Kolbe

Brians Elferschuss bringt dem BSV einen Punkt in Sanitz

Die erste Hinrundenhälfte ist mittlerweile gespielt. Der BSV findet sich auf Platz 9 wieder. Hinter den eigenen Erwartungen, nicht ganz zufrieden. Die kommenden Aufgaben bieten Gegnermaterial vor allem aus dem unteren Tabellendrittel. So auch beim zurückliegenden Spiel, in dem es beim TSV Sanitz-Gr. Lüsewitz um Punkte gehen sollte.

Erneut machte sich ein sehr kleiner Kader auf den Weg. Sven zeigte positiven Esprit und nahm uns in die Pflicht, hier zu punkten. Nils kehrte ins Tor zurück. Simon stürmte zum ersten Mal über die rechte Außenbahn. Ein Überangebot im Zentrum sorgte für die Verlagerung nach Außen. Das Spiel begann in BSV-Hand. Lange, ruhige Ballbesitzphasen prägten das Geschehen auf dem Rasen. Wir konnten gut die breite nutzen und so immer wieder in das letzte Drittel dringen. So kamen wir schnell zu einem Chancenplus, welches jedoch ungenutzt blieb. Kolbsen allein vor dem Torwart, Simon wenige Meter vorm Tor. Vielversprechende Szenen. Kolbsen holte dann einen Elfer raus, den Brian sicher verwandelte. Hätten wir so weitergespielt, wäre das Spiel ein sicheres Ding gewesen. Doch irgendwie ließen wir uns aus dem Tritt bringen. Zwar strahlten die Gastgeber nicht die krasse Torgefahr aus, doch irgendwie konnten wir auch nicht mehr an die ersten Minuten anknüpfen.

Somit ging es mit einer verdienten Führung in die Pause, auf der der Deckel eigentlich schon hätte drauf sein können. In der zweiten Halbzeit pushte sich der TSV noch einmal, wurde drückender und zielstrebiger. Wir hatten eher defensive Aufgaben, kamen dennoch über unsere schnellen Offensiven zu Strafraumszenen, in denen der Abschluss häufig zu unplatziert gesetzt wurde. In der 55. Minute kassierten wir dann den Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhaft, jedoch in der Folge verdient war. Am Ende wurde es ein sehr zerfahrenes Spiel, in dem nicht mehr viel glücken sollte. Die letzten zehn Minuten musste der BSV in Unterzahl spielen, da Jatschi berechtigterweise vom Platz gestellt wurde.

Am 09.11. geht es in der Kuhstallarena um die nächsten Punkte. 11 Uhr ist Anstoß gegen den PSV Rostock II. Wir freuen uns, wenn wir euch am Spielfeldrand begrüßen dürfen.

Aufstellung: Nils – Basti, Jannotta, Tom, Brian – Manski, Til, Jatschi, Simon, Maus (79. Enno) – Kolbsen