Niederlage gegen den Spitzenreiter

Es gibt Spielberichte auf die freut man sich und dann gibt es diesen Spielbericht. Der BSV wartet weiter auf die ersten Punkte in der heiligen Kuhstallarena. Dass es gegen die Schwaaner Eintracht II nichts zu holen gab, lag auch an einem beispiellosen Chancenmord in der zweiten Hälfte. Noch ein tiefer Seufzer, dann berichten wir vom vergangenen Sonntag…

…und dieser sollte schon nach 6 Minuten Unheil verkünden. Ein Steckpass hebelt unsere Verteidigung aus, der Abschluss landet im Tor, 0:1 für die Gäste. Und auch im Folgenden sahen die 47 Zuschauer (Quelle: fussball.de – wer zählt die eigentlich? Der Präsident? Igor? Die Ersatzspieler? Egal.) einen BSV, der nicht so recht ins Spiel finden wollte. Dem gegenüber standen flinke, junge Schwäne, die uns immer wieder bedrängten. Kolbsen verbuchte nach einer halben Stunde die größte BSV-Chance, der Gästekeeper gab uns mit seiner Parade allerdings einen Vorgeschmack darauf, wie die zweite Halbzeit aussehen sollte. Zwar kamen wir dem Tor in der Folge näher, konnten die stabile Defensive der Gäste aber nicht knacken.

Schwaan startete mit reichlich Tempo in den zweiten Durchgang. Der Anstoß wurde direkt ausgeführt und an die Latte geknallt. Nur wenige Momente später fand ein abgefälschter Schuss der Gäste seinen Weg in Tor, 0:2 für Schwaan. Eine starke BSV-Phase war die Antwort, allerdings scheiterten Richi, Kolbsen und Simon am teilweise spektakulär parierenden Schlussmann der Schwaaner Eintracht. Inmitten dieser Phase konterten sich die Gäste zum 0:3 (64.). Was schwer nach Vorentscheidung aussah, war für die Jungs vom Kuhstall Grund genug noch einmal aufzudrehen. Hielt Nils uns noch einige Male im Spiel, sollten die letzten 10 Minuten noch einmal etwas bieten. Kolbsen verkürzte nach 83 Minuten auf 1:3 und scheiterte keine Minute später erneut am nicht zu überwindenden Keeper. Das fröhliche Chancenvergießen nahm nun seinen Lauf, Mal war es Kolbsen, mal war es Simon, zweimal war es Gian-Luca, der ein tolles Spiel machte, vor dem Tor aber vom Glück mutterseelenallein gelassen wurde. Mit einem Lattenkracher von eben jenem endete das Spiel.

4 Spiele, alle 4 gar nicht schlecht. Und trotzdem haben wir weniger Punkte als Spiele. Traditionsbewusst lassen wir uns also kräftig Steigerungspotenzial für den Rest der Saison was die Punkteausbeute angeht. Aber: bange machen gilt nicht! Bereits am Sonntag gibt es die nächste Chance auf das erste Erfolgserlebnis zu Hause. Wir erwarten den SC Viktoria Rostock am Kuhstall und wollen ein richtig mieser Gastgeber sein, bei dem es nichts zu holen gibt. Euer Auftrag: schnappt euch euren Lieblingsfreund oder eure Lieblingsfreundin und unterstützt unsere tapferen Mannen beim Versuch das Ruder rumzureißen. Im schlimmsten Fall gibt es immerhin Bier in rauen Mengen bei Tanjas Imbiß! Also nis dahin, gehabt euch wohl, wir sehen uns in der Arena!

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Arvid Staeben (67. Ron Täubert), Gian Luca Bandiko, Felix Jannott, Richard Lindner – Simon Lenzner, Til Möhwald, Jan Tschirner, Maus Pfitzmaus (77. Joey Becker), Tim Hageböller (75. Christian Laubert) – Felix Kolbe

Torfolge

0:1 Lukas Burchert (6.)

0:2 Niklas Gießer (47.)

0:3 Joona Elias Hartung (64.)

1:3 Felix Kolbe (82.)

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BSV mit Kantersieg in Tessin!

Tessin, Tessin, wir fahren nach Tessin! Nach zwei unglücklichen Niederlagen in den ersten zwei Spielen ist der Hunger auf Punkte so richtig richtig groß. Dabei sorgten die Platzverhältnisse beim TSV Einheit Tessin II schon vor Anpfiff für Unmut: auf so einem perfekt gepflegten Untergrund hatte bisher noch keiner spielen dürfen, die Ausrede „der Platz hat Schuld“ würde hier nicht durchgehen. Was für ein Druck! Zum Glück gab einer sein Startelfdebüt, der mal höher gespielt hatte…

Strenge Blicke

…und sein Name war Malte, Startelfdebüt für den Neuen! Während Bierminister Böller in weiser Erwartung seine Bierkistenstrichliste vor sich ausbreitete, machten sich auch die übrigen 10 BSV-Mannen auf den Golfrasen des TSV Einheit Tessin. Und es sollte ein vergnüglicher Fußballnachmittag werden. Nach 5 Minuten hatte Fiete bereits das 1:0 auf dem Fuß, nachdem er den Ball von Simon bekam, scheiterte aber am Torwart. Auch 5 Minuten später war es Simon, der unsere neuerliche Naturgewalt Malte in die Spur schickte. Knapp neben dem Tor rollte der Ball ins Aus. Die erste Note war gespielt. Auch die Tessiner setzten mit langen Bällen in dieser Phase immer wieder Nadelstiche, Abwehrchef Gian-Luca und sein Lehrling Maik wehrten jedoch gnadenlos ab und sicherten Nils einen weitgehend ruhigen Arbeitstag.

Abwehrchef

20 Minuten vergingen, als der Startschuss fiel. Unsere „gefürchtete“ Eckenvariante ging so schief wie lange nicht. Der Ball blieb dennoch in unseren Reihen und landete bei Simon, der nach innen zog und aus 16 Metern satt ins lange Eck traf, 1:0! Nachdem Jatschi das 2:0 kurz darauf ausließ, machte er es in der 26. Minute besser. Malte setzt sich durch, bedient Simon, der vergibt, Jatschi schiebt ein, Doppelschlag, 2:0! Und kaum eine Minute später war es der fleißige Fiete, der über rechts nicht zu halten war und Malte in der 27. Minute sein Premierentor auflegte, Tripleschlag, 3:0! Bierminister Böller notierte eifrig von der Seitenlinie und hob in der 30. Minute rechtzeitig den Kopf, um zu sehen wie Simon die gesamte Tessiner Mannschaft ausdribbelte, um dann für Malte durchzustecken, der zum 4:0 einschob, Quadrupleschlag (ja, das Wort musste ich googlen)! Tiiiiief durchatmen, 4 Tore in 10 Minuten. Nach 33. Minuten verwandelte Simon sogar einen Freistoß direkt, wurde aber vom im Abseits tänzelnden und somit den Torwart ablenkenden Malte unterstützt. Da half auch die VAR-Geste von Malte nichts, das Tor wurde nicht gezählt. Eine Hand voll weiterer Chancen blieb ebenfalls ungenutzt. 4:0 lautete der Pausenstand.

Simon unter Beobachtung

Seitenwechsel! 55 von Igor handgestoppte Sekunden vergingen, da klingelte es erneut. Malte assistiert, Simon verwandelt, 5:0 für den BSV. Kurz darauf tritt Brian zum Elfmeter an, scheitert aber am starken Keeper der Gastgeber. Das wutentbrannte Gekritzel des Bierministers war deutlich vernehmbar. Fiete per Kopf und Simon per Gewaltschuss an die Latte waren die nächsten Ereignisse der Partie, die daraufhin abflachte. Der BSV verwaltete seine Führung, Tessin gab sich nicht auf, konnte den Abwehrblock um Gian-Luca aber nicht überwinden. Der Bierminister höchstselbst böllerte nach 79 Minuten noch einmal und stellte auf 6:0, das Endergebnis. Was für eine Leistung in diesem Auswärtsspiel durch unseren BSV. Ein auch in der Höhe vollkommen gerechtfertigter Sieg war die Belohnung. Und da wollen wir ja wohl alle drauf bauen, am besten schon am Sonntag, den 27. September. Da will der BSV auch endlich zu Hause punkten. Leider möchte das aller Voraussicht nach auch unser Gegner, der Tabellenführer aus Schwaan. Um 11:00 ist Anstoß in der Kuhstallarena, kommt vorbei und bringt mindestens eine Person mit. Wir danken euch für eure Unterstützung und verweisen auf die unten bereitstehende Bildergalerie, die die fantastische Pia für uns erstellt hat. ´Schüss!

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Gecko Gaedecke, Maik Wagenknecht (56. Felix Gräfe), Gian Luca Bandiko, Brian Sturzwage – Fiete Oesterle, Til Möhwald, Felix Jannott (65. Tim Hageböller), Simon Lenzner, Jan Tschirner (C) – Malte Krapf

Torfolge

0:1 Simon Lenzner (20.)

0:2 Jan Tschirner (26.)

0:3 Malte Krapf (27.)

0:4 Malte Krapf (30.)

0:5 Simon Lenzner (46.)

0:6 Tim Hageböller (78.)

Knappe Niederlage gegen Teterow

Ach verflixt, es hätte so schön sein können. Zahlreiche Debüts, das kurze Ende eines noch kürzeren Karriereendes, vielleicht sogar das frühzeitige Tor der Saison. Aber eben auch ein Tor weniger als die Gäste. Woran et jelegen hat, verraten die kommenden Zeilen…

Man hatte sich wahrlich viel vorgenommen für das Heimdebüt im Kuhstall. Allerdings beraubten uns unter anderem Niedersachsen, Rügen, Berlin, Polen und zahlreiche Kinder unseres verdienten Stammpersonals. So rotierte beispielsweise Arvid auf die unbekannte Rechtsverteidigerposition, für die er sich allerdings eindrucksvoll bewerben sollte. Mit ihm, Matze im Tor, Maik, William und Malte verzeichneten zahlreiche Neulinge ihre Heimpremiere in einem Ligaspiel für den BSV. Bierminister Böller kommt mit dem notieren der fälligen Bierkisten kaum noch hinterher.

Spielerisch startete es so richtig schön beschissen. Nach einem Kopfball nickte die BSV-Abwehr weg und der Teterower Stürmer ein, 0:1 nach 6 Minuten. So richtig griffig sah hier noch nichts aus. Und so richtig entgegenzusetzen hatten unsere Mannen gar nicht mal so viel. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis wir uns darauf verstanden den Ball in unseren Reihen zu halten und Druck aufzubauen. Nach 37 Minuten vergaben Böller und Arvid nach einigen Gewurschtel die Gelegenheit auf den Ausgleich, kurz darauf war es zwei mal Jannotta, der bei seinen Abschlüssen die gesamte Höhe des Platzes nutzte. Wir wurden stärker, aber noch nicht zwingend…

Womit wir in Hälfte zwei wären und die erzählenswertesten 6 Minuten darbieten können. Die 52. und 55. Minuten ließen ein Debakel befürchten, denn beide Male schlugen die Gäste eiskalt zu, 0:2 und 0:3 binnen 3 Minuten. Dem BSV schien dies jedoch Motivation genug zu sein, um den Druck zu erhöhen. Kaum eine Minute später schritt Fiete voller Tempo und Entschlossenheit die Außenlinie entlang und bediente Maus im Zentrum, der ihn mit einem spektakulären Hackentrick aus der Luft ins lange Eck legte. Was. Für. Ein. Tor! Lautstark wurde Maus für Deutschland gefordert, am lautesten von ihm selbst.

Und kaum war der Jubelschrei verstummt, waren die Jungs vom Kuhstall schon wieder im Teterower Strafraum. Debütant Malte gab den Ball ins Zentrum, Maus ließ geschickt durch für Timbo, der ihn im Stile eines versierten Linksbeiners im Gehäuse unterbrachte. Nur kurz darauf verpasste Malte knapp den Ausgleich. Der BSV ackerte unermüdlich, sah sich aber auch regelmäßig mit Kontersituationen konfrontiert, die spätestens Matze im Tor abwehren konnte.

Alle Mühe lohnte sich letztlich leider nicht. Nocht einmal Enno, der nach 70 Minuten sein Comeback gab, nachdem er drei Spiele zuvor seine Karriere beendet, konnte das Ruder herumreißen. Nach 90 Minuten stand ein 2:3 auf der improvisierten Volleyballanzeigetafel. 2 Spiele. 0 Punkte. Puh. Lobend erwähnt wurde die Aufholjagd dennoch. Einem Doppelschlag und 0:3-Rückstand so zu begegnen, ist etwas, auf das man bauen kann. Die nächste Gelegenheit Punkte zu sammeln entsteht bereits am morgigen Samstag. Der BSV reist zum TSV Einheit Tessin II. Während uns sprachlich nur ein Konsonant voneinander unterscheidet, gleichen wir uns im tabellarischen Bild – beide punktlos. Spätestens morgen wird sich das ändern. Eure Unterstützung nehmen wir hierbei gerne mit, bedanken uns fürs Lesen und wünschen euch ein schönes Wochenende!

Für den BSV im Einsatz:

Matthias Weber – Arvid Staeben (70. Enno Dittmann), Maik Wagenknecht, Gian-Luka Bandiko, Gecko Gaedecke – Fiete Oesterle, Felix Jannott (C), William Brandes (75. Til Möhwald), Maus Pfitzmann, Tim Knispel – Tim Hageböller (46. Malte Krapf)

Torfolge

0:1 Oliver Schröder (6.)

0:2 Thomas Sternberg (52.)

0:3 Patrick Reinholz (55.)

1:3 Maus Pfitzmaus (56.)

2:3 Tim Knispel (58.)

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Torfestival gegen Teterow beendet spektakuläre Rückrunde und die Karriere einer BSV-Legende!

Time to say goodbye. Er wusste es damals noch nicht, aber der italienische Opernstar Andrea Bocelli besang damals ganz gewiss die beste Nummer 16 der Welt. Nach 20 Jahren BSV heißt es Abschied nehmen vom aktiven Fußball für Enno. Dass der Gegner SV Teterow aus seiner Geburtsstadt stammt, ist dabei fast schon zu romantisch. Gegen den Tabellennachbarn galt es die Frage nach Platz vier zu beantworten. Wie Enno und der BSV sich geschlagen haben, verraten die kommenden Zeilen.

Bereits nach wenigen Sekunden leitete Enno höchstselbst den ersten Angriff ein, indem er Fiete auf die Reise schickte, dessen Flanke geblockt werden konnte. Der Ton war also gesetzt, die Motivation unverkennbar. Chancen waren dennoch Mangelware, hinzu kam starker Regen. Der verletzte Kapitän Jatschi trug dennoch großflächig Sonnenschutz auf. Man kann ja nie wissen. Frisch eingecremt erlebte er nach 18 Minuten wie Innenverteidiger Jannotta sich einmal mehr zu einem seiner gefürchteten Ausflüge in des Gegners Strafraum aufmachte. Ein scharfer Ball von Kolbsen erreichte ihn tatsächlich, sodass er zur 1:0 Führung einschieben konnte.

Jannotta mit körperlich anspruchsvoller Jubelpose

Und dies sollte nur der Startschuss für die bemerkenswertesten 4 Minuten der Saison sein. Nur zwei Minuten später nahm sich Til eines fällig gewordenen Freistoßes an, den er trockenen per Aufsetzer aus 30 Metern im Tor unterbrachte. „JAAAAAAAAAAAAA“, schallte es in der für Til üblichen Intensität über den Platz, 2:0! Und er hatte noch nicht mal fertig geschrien, da rollte schon der nächste BSV-Angriff über die Wiese. Nach Ballgewinn erkannte Brian, der womöglich beste Linksbeiner der Liga, dass der Teterower Torwart etwas zu weit vor dem Tor stand und hob ihn elegant über ihn. 3:0 binnen 4 Minuten. Das Spiel fühlte sich bereits entschieden an. Der Eindruck verstärkte sich, als Til einen langen Ball auf Kolbsen schlug, der sich, nachdem er den Keeper umkurvte, mit seinem 11. Saisontor bedankte. Kurz darauf bat der Referee zum Pausentee.

Brian trifft sehenswert zum 3:0

In Hälfte zwei war der emotionale Höhepunkt dann zeitig erreicht. Nachdem Enrico sich nach 52 Minuten die letzte gelbe Karte seiner Karriere abholte, durfte er sich kurz darauf den berechtigen Jubelstürmen hingeben, die seine Auswechslung auslösten. Die Mannschaft stand ehrfürchtig Spalier, sogar die Teterower applaudierten, denn das Banner von außen war für jeden sichtbar. Danke Enno. 20 Jahre BSV. Vereinsübergreifend dürfte klar sein: das ist etwas besonderes und verdient besondere Anerkennung. „Ich wollte heute das sehen, was den BSV ausmacht. Positivität, Zusammenhalt, Geschlossenheit. Es ist schön, dass das geklappt hat.“ Das finden wir auch Enno.

Danke Enno

In aller Ehrfurcht beschlossen beide Teams sich nicht mehr allzu sehr zu bewegen. Hier und da gab es durchaus noch Abschlüsse, sie verfehlten allesamt ihr Ziel. Besonders Nils konnte sich bei einem Teterower Abschluss noch einmal auszeichnen, indem er spektakulär abtauchte, um den Einschlag zu verhindern. Der Schlusspunkt gehörte uns allein. Unsere Nummer 12, nicht etwa unsere Nummer 10 (einige scheinen da einer Verschwörung auf der Spur zu sein) Eric Molski, beging nämlich ebenso seinen Abschied. So ließ er sich ein schönes Abschiedsgeschenk einfallen, als er einen abgeblockten Eckball volley aus der Luft nahm und zum 5:0 in die Maschen drosch. Dass in genau diesem Moment der Himmel aufriss und strahlenden Sonnenschein freigab, machte den Kitsch perfekt. Ein exzellent eingecremter Jatschi hatte also alles richtig gemacht.

Eric trifft zum 5:0, mach´s gut Junge!

Und so endet eine fulminante Rückrunde, die uns am Saisonende auf Platz 4 hervorbringt. Funfact: Bei einem Sieg mehr wären wir sogar aus Versehen aufgestiegen, da es aus unserer Staffel einen weiteren Aufsteiger gibt. Gott sei Dank hat das nicht geklappt. So bleibt uns nur ein herzlicher Glückwunsch an die Gelbensander Grasshopper, den FSV Kritzmow II und die SG Warnow Papendorf II zum Aufstieg. Ein großer Dank gilt natürlich allen Unterstützern und Unterstützerinnen, wir freuen uns darauf auch die nächste Saison mit euch zu bestreiten!

Die nächsten Wochen wegen Urlaub geschlossen

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Enrico Dittmann (53. Tom Haß), Felix Jannott, Toni Linda, Brian Sturzwage (68. Joey Becker) – Fiete Oesterle (71. Eric Molski), Til Möhwald, Tom Hutfilz (C), Tim Pfitzmaus, Tim Knispel (46. Tim Hagemann) – Felix Kolbe

Torfolge

1:0 Felix Jannott (18.)

2:0 Til Möhwald (20.)

3:0 Brian Sturzwage (22.)

4:0 Felix Kolbe (43.)

5:0 Eric Molski (87.)

BSV gewinnt souverän in Rostock

Im Nordosten geht die Sonne auf. So oder so ähnlich lautet das Sprichwort, dass uns die Auswärtsfahrt zum FSV NordOst Rostock II angenehm erscheinen ließ. Gut gelaunt und solide besetzt sollte es nach zwei Spielen endlich wieder einen Dreier geben…

„Du bleibst also doch auf der Bank?“, höre ich mich Kolbsen fragen. „Dit is nich´dit wat meen Herz will, aber dit wat meene Knochen wollen“, entgegnet er eloquent. Der nach wie vor von Verletzungen gebeutelte Stürmerstar des BSV schickte anstatt seiner selbst Maus auf den schmal bemessenen Platz der NordOstler. Umgeben von Gitterstäben, die für ein sanftes JVA-Feeling sorgten, konnte jener gemeinsam mit Simon bereits nach 6 Minuten die erste Doppelchance verbuchen. Mit viel Schwung versuchten Oesterles Mannen sich der drohenden Sieglosserie entgegenzustemmen. Kurz darauf prüfte Jatschi den Keeper der Hausherren (12.), wenig später suchte er Maus mit einem Steckpass, der im eins gegen eins am Rostocker Schlussmann scheiterte (14.). Auch im Folgenden mühten wir uns redlich, taten uns aber mit dem schmalen Platz schwer. Nach 35 Minuten verpasste abermals die umtriebige Maus die Führung, ehe Simon es drei Minuten später besser machte. Nach einem phänomenalen Dribbling gegen drei Rostocker auf dem berühmt berüchtigten Bierdeckel, schlug sein Fernschuss im Tor zum 1:0 ein! Kurz vor der Pause sorgte Jannotta für Herzinfarkte, in dem er auf einmal seine gemütliche eigene Hälfte verließ, um den Abschluss zu suchen. Schön anzusehen, aber letztlich ohne Erfolg. Sowohl der Abschluss als auch Jannotta. Dies stellte den Schlusspunkt des ersten Durchgangs dar.

Nachdem die Ersatzspieler und Trainer des BSV zur zweiten Hälfte wieder auf der gemütlichen Reiseersatzbank des FSV Platz nahmen, gab es direkt den ersten Aufreger. Captain Jatschi kam zwar mit zwei Schuhen an die Seitenlinie, jedoch nur noch mit einem besohlten. Wie es ihm vorbestimmt zu sein scheint schlüpfte er kurzerhand in die Schuhe von Coach Oesterle (okay, nur in den linken). Nur kurz darauf der nächste Aufschrei, diesmal aus erfreulichem Grunde. Brian, der zur Pause für Gecko kam, erzielte womöglich das Tor der Saison. Einen eigentlich toten Ball auf der Grundlinie ergrätschte er sich, tunnelte den herbeieilenden Gegenspieler und schoss den Ball (gut aufgepasst jetzt!) von der linken Außenbahn von der Grundlinie mit der linken Innenseite ins Tor. Wer das zuhause nachstellen will, ist herzlich eingeladen es zu versuchen. Ihr werdet wahrscheinlich ähnlich dumm gucken wie wir. Sei es drum, 2:0 BSV! Den Rest der Spielzeit trug der uns wohlgesonnene Wind (der laut Brians Angaben auch der eigentliche Torschütze zum 2:0 war) uns über die verbleibende Spielzeit. Auch der rege Personalwechsel (Maus für Häschen, Kolbsen ((„Mit Spaß, nicht mit Hass“) für Fiete und Joey (((Debüt, Kiste!) für Manski) konnte den Auswärtssieg des BSV nicht mehr verhindern. Geil!

Nach einem spielfreien Wochenende erwarten wir am 10.05. den TSV Eintracht Sanitz/Groß Lüsewitz in der Kuhstallarena. Wir freuen uns sehr. Bis es so weit ist, bedanken wir uns bei allen anwesenden Auswärtsfahrern, bei allen Lesern und wünschen euch eine gute Zeit.

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Basti „Gecko“ Gaedecke (46. Brian Sturzwage), Gian-Luca Bandiko, Felix Jannott, Tom Hutfilz – Lukas Manski (82. Joey Becker), Jan Tschirner (C), Til Möhwald, Simon Lenzner, Fiete Oesterle (75. Felix Kolbe), Tim Pfitzmann (58. Tom Haß)

Torfolge

1:0 Simon Lenzner (38.)

2:0 Brian Sturzwage (51.)

Sensation beim Tabellenzweiten – BSV Kessin schlägt den FSV Kritzmow II

„Weeßte, ick hab ne Tochter, ick will mit der uffn Spielplatz und allet. Deswegen will ick mich heute schonen und mir nicht wieder die Knochen kaputttreten lassen“. Diese löblichen und reflektierten Worte fand der Familienmensch Kolbsen vor dem Spiel. Aufgrund einer Knieblessur war sein Einsatz fraglich. Ob sein Plan aufging, verraten die kommenden Zeilen…

Area 51. Atlantis. Das Bernsteinzimmer. Alkoholfreies Bier. Die Welt ist voller Mythen, die der gemeine Mensch kaum zu erklären vermag. In jene Riege reiht sich auch der Auswärtssieg unserer tapferen Mannen in Kritzmow ein. Besonders, wenn man nur die erste viertel Stunde sah. Der FSV untermauerte eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen und führte uns regelrecht vor. Mit gut und gerne 96% Ballbesitz setzten uns die Hausherren gehörig unter Druck. Diesem Druck konnten wir 13 Minuten standhalten, ehe Kritzmows Jannik Krasemann die hochverdiente Führung für die Gastgeber besorgte. Ein wenig fehlte allen die Fantasie, wie das hier zu bewerkstelligen sein sollte. 3 Minuten später gab es eine erste, eloquent vorgetragene Idee: „Jetzt so ein Scheißekeldreckskackstandardtor wäre super“, entfuhr es Julian im Eifer des Gefechts. Besonders Timbo fand diesen Vorschlag brauchbar. Über Umwege landete ein Eckball bei ihm, den er kompromisslos zum Ausgleich nutzte (16.). So weit so gut…

Die Elf von Coach Oesterle konnte sich langsam stabilisieren, dennoch wirbelten Kritzmows junge Dachse unsere Ordnung immer wieder kräftig durcheinander. Was könnte nach einem Standard also die nächstbeste Variante eines Außenseiters sein, um ein Tor zu erzielen? Richtig, ein Konter! Einen Sahnepass von Lukas nahm Maus in Empfang, zündete den Turbo und hob den Ball mit dem sanftesten Vollspannstoß, den diese Welt je gesehen hat, über den Keeper ins Netz. Kein Abseits? Na gut, wer würde dem Schiedsrichter widersprechen wollen. 2:1 Führung, rätselhaft, aber geil! Kurz vor der Pause wäre um ein Haar noch die Doppelmaus erschienen, der Kritzmower Schlussmann vereitelte dies jedoch. Mit einem 2:1 ging es also in die Kabinen.

Wer nun dachte, dass sich der Ballbesitz unsererseits kaum noch reduzieren ließe, sollte im zweiten Durchgang sein blaues Wunder erleben. Balleroberung, lang rausdreschen. Balleroberung, lang rausdreschen. Balleroberung, lang rausdreschen. Man könnte den Spielbericht an dieser Stelle sicher noch ein wenig mit Details würzen, aber die Quintessenz ist eben jene: Balleroberung, lang rausdreschen, Spielaufbau Kritzmow. Wegverteidigt bekamen wir alles. Um auch jedermanns Leistungspotenzial vollumfänglich abrufen zu können, sprach Jatschi nach 65 Minuten der Bank sogar ein Rauchverbot aus (SKANDAL!). Es sollte aber helfen, die Zeit verging zwar quälend langsam, aber sie verging. Kurz vor Schluss dezimierten sich die Hausherren noch einmal selbst und mussten nach einem Platzverweis zu zehnt weitermachen. Und unsere größte Waffe hatten wir ja noch gar nicht genutzt…

„Kolbsen, mach dich noch mal warm“, kommandierte Coach Oesterle gedankenschnell nach 90 Minuten. Kolbsen, allzeit bereit, ersetzte kurz darauf Böller, um nochmal Zeit von der Uhr zu nehmen. Um den Wahnsinn perfekt zu machen wurde ihm selbstverständlich der Ball pfannenfertig kurz vor der Mittellinie serviert, er lief mutterseelenallein auf den aufgerückten Torwart zu und schob den Ball kompromisslos an ihm vorbei. Unter tosendem Jubel trudelte das Spielgerät zum 3:1 in die Maschen. In seinem zweiminütigen Einsatz fand Kolbsen auch noch die Zeit für eine gelbe Karte, was für ein Arbeitstag! Uffn Spielplatz ging es für Kolbsen im Anschluss nicht. Ins Ostseestadion sehr wohl. Er hatte es sich verdient. Somit gehen drei Punkte, die nicht unbedingt eingeplant waren auf das Kessiner Konto. Geil, geil, geil, wir sind die Größten! Wir danken allen Auswärtsfahrern und sehen uns wieder!

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner, Tom Haß, Toni Linda, Felix Jannott, Tom Hutfilz – Maus Pfitzmann, Jan Tschirner, Lukas Manski, Tim Knispel (69. Til Möhwald), Fiete Oesterle – Tim Hageböller (90. Felix Kolbe)

Torfolge

1:0 Jannik Krasemann (13.)

1:1 Tim Knispel (16.)

1:2 Maus Pfitzmaus (27.)

1:3 Felix Kolbe (90.)

Überzeugender Heimsieg gegen Viktoria – Doppelmaus sichert den Dreier für den BSV!

Der Rückrundenstart ist geglückt. Nach dem Auswärtssieg in Pastow überzeugte der BSV bei der letztwöchigen Heimaufgabe gegen den SC Viktoria Rostock 06 auch spielerisch und behielt die drei Punkte im Kuhstall. Neben Kühen, Störchen und Maulwürfen spielten in unserem vereinsinternen Tierpark auch Mäuse und Katzen eine zentrale Rolle beim Heimerfolg. Der Reihe nach…

Sonnenschein. 15 Grad. Kühles Bier. Zahlreiche Fans. Auch wenn keine vereinheitlichte Formel für vollkommenes Glück überliefert ist, so scheinen jene Ingredienzien der Wahrheit doch sehr nahe zu kommen. Und all das traf auf den Spieltag zu. Die Laune hätte schlechter sein können, wenngleich Flügelflitzer Oesterle nächtliches Geschrei seines neuen Katers Herr Jemineh beklagte. In die Startformation schaffte er es dennoch (Fiete, nicht aber der Kater). Gian-Luca, Erik und Jatschi ersetzten Böller, Tom und Basti, der von heute an und immerdar nur noch Gecko heißen soll.

Herr Jemineh

Gut und gerne 40 Zuschauer sahen eine kurze Abtastphase, aus der sich eine kleine Feldüberlegenheit unsererseits entwickelte. Maus setzte eine erste Duftmarke, als er einen Eckstoß direkt aufs Tor zog (14.). Ob das Absicht war? Man kann nur spekulieren. Die erste starke Kombination über Fiete, Jatschi und Timbo landete bei Maus, der den Ball nur noch mit dem Kopf streifen konnte (22.). Er brachte sich langsam aber sicher in Stellung. Ein weiterer Abschluss von Jannotta unterstrich die Ambitionen der Heimelf (23.). Nach 25 Minuten dann ein Dämpfer. Nachdem der Gästekeeper sich als fairer Sportsmann zeigte und dem BSV entgegen der Schiedsrichterentscheidung einen Eckball zusprach, flog uns selbiger kurzerhand um die Ohren. Durch eine unklare Zuordnung am eigenen Sechzehner gelang der Rostocker Stürmer in die Abschlussposition zum 1:0 für unsere Gäste. Ärgerlich, hatte man doch eine gute Leistung gezeigt.

Zug zum Tor

Der Wille des BSV war jedoch ungebrochen. Nach weiteren Angriffsbemühungen und Abschlüssen, erlöste uns die 36. Minute. Timbos Schuss konnte noch stark entschärft werden, Maus war jedoch hellwach und bugsierte den Abpraller über die Linie, verdienter Ausgleich! Auch im Folgenden präsentierte sich die Elf von Coach Oesterle engagiert, musste mit dem Spielstand von 1:1 jedoch vorlieb nehmen. Das Problem scheint bekannt: viel vom Spiel, wenig Tore.

Kessiner Dribbelmaus – flink und torhungrig

Und damit rein in Durchgang zwei. Nach 52 Minuten wurde der fleißige Eric ausgewechselt, Toptorjäger Kolbsen schleppte seinen abermals angeschlagen Leib auf den Platz. 10 Minuten später kam er schon das erste Mal aussichtsreich in Schussposition, setzte den Abschluss allerdings einen knappen Kilometer über das Tor. Kurz darauf klappte es besser. Der technisch „ausreichende“ (Zitat Coach Oesterle) Timbo spielte einen schönen Pass in den Lauf von Maus, der den Ball zum 2:1 einschob (66.), Doppelpack! Wenig später verließ er unter stehenden Ovationen das Spielfeld, Gecko nahm seinen Platz ein. Nur wenige Zeigerumdrehungen später durfte sich auch Timbo seinen Sonderapplaus für sein starkes Spiel abholen, Ron ersetzte ihn (73.).

Doppelpack

Frisch auf der Auswechselbank angekommen durften Timbo und Maus (mittlerweile rauchend und Radler trinkend) die Vorentscheidung zur Kenntnis nehmen. Jatschis Freistoß kann nur nach vorne abgewehrt werden, im Getümmel kommt Fiete zum Abschluss und piekt den Ball über die Linie, 3:1! Schmunzelnd erklärte er dieses Tor nach dem Spiel zum Gänsehauttor. Nachdem Fiete kurz darauf 14 Gegenspieler auf einem Bierdeckel ausdribbelte, schnupperte er sogar am Doppelpack, vergab aber aus der Kurzdistanz mit dem rechten Außenschlappen und erklärte später, dass der Ball die Linie nicht einmal erreicht hätte, wenn er mit dem linken Fuß abgeschlossen hätte. Sei es drum. Die 3:1 Führung verteidigte der BSV souverän, auch wenn Nils (Torwart, meistens) den Gegner 30 Meter vor seinem eigenem Tor noch einmal scharf anlief und seinen Kasten kurzerhand unbeaufsichtigt ließ. Zudem schob Dartslegende Gecko den Ball noch einmal haarscharf am eigenen Tor vorbei, aber selbst diese Bemühungen konnten den Heimsieg nicht mehr in Gefahr bringen.

Team

Zu guter Letzt durfte Geburtstagskind Igor noch dreimal das traditionelle „BSV“ in den Mannschaftskreis donnern, ehe er unter stürmischer Begeisterung ankündigte zwei Paletten Carlsberg von der Fähre erworben zu haben und jene der Mannschaft zur Verfügung stelle. Ein nahezu perfekter Tag wurde also mit kühlen Dose im warmen Bandelstorf beendet. Danke an alle Unterstützer und Unterstützerinnen, die vor Ort waren und bis zum nächsten mal (Samstag, 14.03. in Kritzmow).

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Tom Haß, Felix Jannott, Gian-Luca Bandiko, Richard Lindner – Fiete Oesterle, Lukas Manski, Jan Tschirner, Tim „Maus“ Pfitzmann (68. Sebastian „Gecko“ Gaedecke), Tim Knispel (75. Ron Täubert) – Eric Molski (52. Felix Kolbe)

Torfolge

0:1 Konstantin Andresen (25.)

1:1 Maus (37.)

2:1 Maus (66.)

3:1 Fiete Oesterle (78.)

Präsident Zimmermann baut sich Denkmal bei BSV-Heimsieg!

Meine Güte, da war mal wieder was los in Bandelstorf. Das Tabellenschlusslicht Rostocker FC III reiste in die Kuhstallarena, um den Jungs von Coach Oesterle alles abzuverlangen. Warum Präsident Zimmermann sich noch unsterblicher machte, als er ohnehin schon ist, wie viele Torhüter der BSV Kessin mittlerweile wirklich im Kader hat und wer das schönste Tor des Tages erzielte – all das verraten die kommenden Zeilen

Abraham Lincoln, Charles de Gaulle, Richard von Weizsäcker, Nelson Mandela. All jene Namen berühmter Präsidenten stehen für internationales Renommee, Stärke, Leidenschaft, Aufopferungsbereitschaft. Schändlich wäre es den Namen Michael Zimmermann in diesem Zusammenhang zu verschweigen. Der Präsident des BSV Kessin wandelt womöglich etwas weniger auf dem internationalen Parkett als die übrigen Genannten, drum sind seine Verdienste seines Wirkens jedoch nicht weniger wert. So ist er es gewesen, der schon vor dem Treffpunkt einmal mehr die nötigen Vorbereitungen traf, um der verwöhnten Restmannschaft eine Menge Arbeit zu ersparen. Darüber hinaus bekleidete er wenige Stunden später trotz vielmals erklärter und noch häufiger ignorierter Fußballrente die Position des Stürmers. Gleichsam stellte er Julian darauf ein, dass auch er sich seine Fußballrente im Prinzip abschminken könne, so will es das Gesetz des Kuhstalls. Er nahm seine Rolle als 9. Torwart des Vereinskaders (wir haben durchgezählt) an. Basti und Böller rückten ebenfalls wieder in die Startelf, ebenso wie Toni. Die Liste der Erkrankten aufzuführen würde den Rahmen sprengen, daher zum Spiel…

Es sollte eine Abstiegsschlacht werden. Gute Aktionen gab es durchaus in einigen Bereichen, nur waren sie gegenüber den Missglückten in der Unterzahl. Kolbsen sorgte nach 5 Minuten für einen ersten Torabschluss aus spitzem Winkel (5.), Timbo leitete 3 Minuten später zwei weitere Gelegenheiten ein. 14 Minuten mussten vergehen, ehe Julian sich erstmals auszeichnen konnte, als er eine Doppelchance des RFC zunichte machen konnte. Nach 16 Minuten wiederum marschierte Kolbsen entschlossen bis auf die Grundlinie des Gästestrafraums und bediente mustergültig unseren Präsi, der seine Leistung auf und neben dem Feld mit einem Tor belohnte, 1:0 für den BSV Kessin. In den Whatsappgruppen dieser Welt werden noch heute Statuen für Michael Zimmermann gefordert. Doch selbst ein prophetischer Präsident wie er ist an die irdischen Gesetze dieser Welt gebunden. Eines jener Gesetze lautet: Machste se vorne nicht, kriegste se hinten.

So kam nach 19 Minuten der RFC-Stürmer im Strafraum zu Fall, Felix Otto verwandelte den Elfmeter zum 1:1. Auch in der Folge kam der BSV zu einigen Chancen, ließ diese aber geradezu verschwenderisch liegen. So kam es nach 35 Minuten sogar zum Rückstand durch Maximilian Mager, der Julian im 1 gegen 1 überwand. Ärgerlich: ein Foulspiel an Böller wurde im Vorfeld übersehen. Weitergespielt haben wir trotzdem. Abermals kam Kolbsen zu einer aussichtsreichen Gelegenheit. Kurz vor der Pause trafen die Rostocker noch einmal die Latte. Man könnte an dieser Stelle erwähnen, dass Julian den Ball spektakulär mit den Fingerspitzen an selbige lenkte. Dies würde jedoch den Tatbestand des Eigenlobes erfüllen, daher wird darauf verzichtet.

Hälfte zwei startete nicht unbedingt vielversprechend. Zum einen fanden wir selbst kein Mittel, zum Anderen wurde der RFC gefährlich. Nach 55 Minuten trafen die Gäste zum vermeintlichen 3:1. Der sicherlich stets bemühte Referee erkannte zu unserem Glück jedoch eine Abseitsposition, die außer ihm wohl die wenigsten erkannten. Glück für uns. Fünf Minuten später waren wir dann noch ein bisschen glücklicher. Emil setzte sich bärenstark im Zentrum durch und bediente Kolbsen, der sein 7. Ligator erzielen konnte.

Ab hier war alles angerichtet für eine Schlacht. Der Platz war nunmehr einmal komplett umgegraben, das Ballverhalten diente dem einer Kugel im Flipperautomaten, die Kräfte schwanden. Präsi Micha wurde nach 75 Minuten unter großem Jubel verabschiedet, Eric ersetzte ihn. Nach 81 konnte Julian den BSV mit einer weiteren Doppelparade im Spiel halten, sieben Minuten später kam jedoch der Schlusspunkt. Timbo beackerte einmal mehr die Seitenlinie und brachte den Ball in den Strafraum, wo der Rostocker Björn Schmidt den Fuß hinhielt und einigermaßen spektakulär im eigenen Tor unterbrachte. Die Nachspielzeit überstand die Elf von Sven Oesterle, Abpfiff, Heimsieg, drei Punkte!

„Jungs, für die Augen war heute wenig dabei“, bewertete Coach Oesterle das Geschehene. Die drei Punkte schmeckten jedoch auch ihm, da man einmal mehr der angespannten Personalsituation trotzen konnte und die komplizierte Heimaufgabe löste. Am kommenden Wochenende wartet mit dem SV Teterow II eine schwierige Aufgabe, die wir einmal mehr mit allem Engagement anzugehen gedenken. Bis dahin gehabt euch wohl und huldigt unserem Präsidenten!

Für den BSV im Einsatz:

Julian Parschau, Tom Haß, Toni Linda, Felix Jannott, Basti Gaedecke – Tim Knispel, Til Möhwald, Emil Mors, Tim Hagemann – Felix Kolbe, Michael Zimmermann (75. Eric Molski)

Torfolge

1:0 Präsident Michael Zimmermann (15.)

1:1 Felix Otto (19.)

1:2 Maximilian Mager (35.)

2:2 Felix Kolbe (62.)

3:2 Björn Schmidt (Eigentor, 87.)

Herzschlagfinale in der Kuhstallarena – später Heimsieg für den BSV Kessin!

Heimspiel gegen den PSV Rostock II, 90 Minuten Kampf in der unteren Tabellenregion. Zwei Dinge waren nach diesem Spieltag jedem BSV-Anhänger klar. Erstens: es gibt einen Fußballgott. Zweitens: sein Name lautet Toni Linda. Dies ist zugegebenermaßen eine sehr eindimensionale Sicht auf die Dinge, fasste aber die Gefühlslage eines Jeden unmittelbar nach Abpfiff gut zusammen. Der Reihe nach…

Tradition hat einen Namen in der Bandelstorfer Kuhstallarena. Er lautet: Personalengpass. Einmal mehr durfte sich Trainer Oesterle bei seiner Gestaltung der Startelf kreativ ausleben. Kapitän und Rotsünder Jatschi, der sich im Rahmen seiner Resozialisierung mit dem Ordnerleibchen umhüllte, fehlte im zentralen Mittelfeld. Auch Brian musste erkältungsgeschwächt kurzfristig absagen, Tom und Basti fehlten ebenso. So rückte Rückkehrer Richi nach genau einer Trainingseinheit auf die Position des linken Verteidigers. Sein Pendant auf der rechten Seite bildete Häschen ab, der nach drei Spielen Pause ebenfalls zurückkehrte. Darüber hinaus bekleidete Emil die Position auf dem rechten Flügel, während sich mit Toni ein wahrer Edelgast die Ehre gab. Wie wichtig das noch werden würde, sollte sich später zeigen…

Mit viel Schwung startete Oesterles Eleven in die Partie. Gut und gerne sechs gute Chancen wurden in kollektiver Dekadenz vergeben. Insbesondere Simon fungierte immer wieder als Antreiber aus dem Mittelfeld und bereitete zahlreiche Aktionen vor, die bevorzugt über dem Tor endeten. Kolbsen, Emil, Maus, Richi und Simon höchstselbst scheiterten beim Abschluss, während der PSV II kaum stattfand, kurz vor dem Pausenpfiff aber gefährlich kontern konnte. Ein 0:0 zur Pause. Ratlosigkeit. Wird das hier wieder ein Spiel ohne Belohnung? Im zweiten Durchgang sollten die Tore folgen. Und wie…

Zug nach vorne war auch im zweiten Durchgang seitens der Gastgeber spürbar. Umso blöder guckten jene nach 51 Minuten. Ein Freistoß segelte in den Strafraum der Kessiner. PSV-Akteur Christopher Reimers stand einsam und allein auf Höhe des Elfmeterpunktes und ließ sich nicht zweimal bitten, 0:1 für die Gäste. Doch die Reaktion folgte zügig. Nur vier Minuten später schlug Simon eine mustergültige Eckstoßflanke auf Maus, der mit seinem zauberhaften Gesicht (manche sagen Augen, manche sagen Nase) das 1:1 markierte. Das gab Auftrieb. Eine bärenstarke Kombination von Emil und Simon vollendete Kolbsen, der Simons angenehm anzusehenden Chip zum 2:1 verwandelte (62).

Nun wäre es wahrlich zu leicht, wenn das den Schlusspunkt markieren sollte. Ein „der BSV spielte die Partie souverän zu Ende und ließ nichts mehr anbrennen“ wird es in dieser Saison wohl nicht mehr geben. Denn nur so lässt sich das Folgende erklären. Nach 86 Minuten kommt Böller im Strafraum zu Fall, der Pfiff blieb aus, der Konter mündet in Slapstickmanier ins 2:2 und die Gesichter werden länger und länger. Als wäre auch das nicht genug, scheitern die Gäste hiernach nun auch noch zum einen an Nils und zum anderen an sich selbst. Zwei dickste Gelegenheiten zur PSV-Führung bleiben ungenutzt.

Und so kommt es wie es kommen musste. Ein Freistoß aus 50 Metern legt sich Simon zurecht, der im Spiel ohnehin jede Position mindestens einmal bekleidet hat (OHNE ZU SCHWITZEN, wie Toni nach dem Spiel halb beeindruckt und halb erbost bemerkte). Simons Freistoß segelt in den Sechzehner, Fußballgott Toni ist aufmerksam und schiebt den Ball zum umjubelten 3:2 nach 92 Minuten ins Netz. WAS FÜR EIN FINISH! Ekstatischer Jubel brach sich daraufhin Bahn. Die letzte Minute verlief unfallfrei, sodass der BSV drei wichtige Punkte im Kuhstall behalten konnte. „Ich bin so froh, dass ihr euch endlich mal belohnt habt. Hätten wir dieses Spiel nicht gewonnen, hätte ich die Welt nicht mehr verstanden“, jubelt Coach Sven im Siegerkreis nach der Partie. So lasset uns fortan beten zu Fußballgott Toni. Sein Wille geschehe, sein rechter Fuß bestehe. Amen.

Torfolge

0:1 Christopher Reimers (51.)

1:1 Maus Pfitzmaus (55.)

2:1 Felix Kolbe (62.)

2:2 Ole Biebig (86.)

3:2 Toni Linda (92.)

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Richard Lindner, Til Möhwald, Felix Jannott, Tom Haß – Tim Pfitzmann (76. Tim Hagemann), Lukas Manski, Toni Linda (92. Michael Zimmermann), Emil Moers, Simon Lenzner – Felix Kolbe

Nix zu holen in Gelbensande – BSV verliert nach tapferer Leistung

Keine Punkte beim SV Gelbensander Grashopper für den BSV. Beim Tabellenzweiten hatten wir das ein oder andere Mal die Führung auf dem Fuß, zahlten aber Lehrgeld. Gelbensande hingegen zeigte eindrucksvoll wie es zu seinem guten Saisonstart kommen konnte.

Bei unangenehmem Regen trat Oesterles Eleven an, um nach dem jüngsten Sieg gegen Warnow Papendorf womöglich eine Serie zu starten. Der bis dato ungeschlagene Tabellenführer hatte jedoch etwas dagegen einzuwenden. Schon früh im Spiel sah man, dass die Gastgeber mit ballsicheren Spielern ausgestattet ist. Der Ball zirkulierte ruhig und sich durch die Reihen der Grashopper. Nach 3 Minuten klatschte der erste Gelbensander Abschluss gegen den Pfosten.

Beirren ließen wir uns aber nicht. Den ein oder anderen guten Kicker haben wir schließlich auch in den eigenen Reihen. Simon versuchte es nach 10 Minuten aus spitzem Winkel, Timbo legte kurz darauf den Abschluss nach (17.). Immer wieder wirbelte allen voran Simon in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit seinen Mitspielern vor das Gelbensander Tor, die ihrerseits aber ebenfalls gefährlich blieben und Nils per Fernschuss und eins gegen eins Situationen wachhielten.

Die Mühe sollte nicht belohnt werden. Nach 37 Minuten waren die Gastgeber immer wieder einen Schritt schneller, sodass Marcel Ihrke einen Abpraller zum 1:0 für die Hausherren nutzen konnte. Der Nackenschlag kam 8 Minuten später. Mehr oder weniger mit dem Pausenpfiff konterte Gelbensande mustergültig und legte abermals durch Marcel Ihrke das 2:0 nach. Der Ärger über den Zeitpunkt stand allen ins Gesicht geschrieben.

Das große Aufbäumen in Hälfte zwei blieb in der Folge aus. Zum einen hatten wir viel investiert im ersten Durchgang, zum anderen machten die Grashopper ihre Sache richtig gut. Zu keinem Zeitpunkt kamen wir zu einer klaren Torchance in der zweiten Hälfte, zu einigen Zeitpunkten wurde Gelbensande gefährlich. Kämpferisch gilt jedem ein großes Lob, spielerisch blieb Gelbensande vor allem in den zweiten 45 Minuten allerdings über jeden Zweifel erhaben.

Kein schlechtes Auswärtsspiel und eine Leistung auf die man bauen kann. So oder so ähnlich lautete das Fazit aller Beteiligten. Die nächste Chance auf Punkte gibt es am Sonntag im heimischen Kuhstall. Dann bekommen wir Besuch vom FSV NordOst Rostock II. Bis dahin wünschen wir euch nur das Beste.

Torfolge

1:0 Marcel Ihrke (37.)

2:0 Marcel Ihrke (45.)

Für den BSV im Einsatz

Nils Kröner – Alex Horack (55. Basti Gaedecke), Gian Luca Bandiko, Felix Jannott, Brian Sturzwage – Tim Knispel (76. Enno Dittmann), Lukas Manski, Til Möhwald (60. Emil Mors), Tim Pfitzmann (45. Tom Haß), Simon Lenzner – Felix Kolbe