Sieg gegen den Tabellenführer folgt knappe Niederlage

Die Spieltage 17 und 18 zeigen nach der langen Durststrecke und teilweise mutlosen Auftritten in den vergangenen Wochen, dass beim BSV Kessin noch immer Feuer unterm Kessel ist. Geschlossen als Team bezwingt man den Ligaprimus, beim SV Prebberede wäre auch mindestens ein Punkt verdient und möglich gewesen.


BSV Kessin – ESV Lok Rostock II 4:3 (2:1)

Aufstellung BSV:
D. Lepinat – F. Birkner, N. Hähnel, F. Bauer, K. Hammon (65. E. Dittmann) – T. Hutfilz, D. Redlich, L. Illige, M. Klingenberg – H. Kieseler (80. F. Pleban), K. Stempnakowski (65. M. Tausch)

Tore:
1:0 K. Stempnakowski (31.), 1:1 (35.), 2:1 K. Stempnakowski (40.), 3:1 K. Stempnakowski (51.), 3:2 (60.), 4:2 L. Illige (82.), 4:3 (FE, 88.)

Kessin befreit sich mit beherzter und geschlossener Mannschaftsleistung und einem Kapitän in Trefferlaune aus dem Tief der letzten Wochen. Der Tabellenführer hat spielerisch tendenziell die Nase leicht vorn, schläft bei einigen Kontern aber auch defensiv und kassiert am Ende einer Partie auf Augenhöhe nicht ganz unverdient die erste Saisonniederlage.
Der BSV startet dabei engagiert und erzwingt in der Anfangsviertelstunde vor allem Ecken und Freistöße. Der ESV kommt zu ersten Abschlüssen, die bis zur 20. Minute allerdings ungefährlich bleiben. Nach einer Ecke und anschließendem Kopfball muss Dirk Redlich aber auf der Linie klären. Den anschließenden Konter schließt Lars Illige ab, sein scharfer und flach getretener Schuss schrammt allerdings knapp links am Kasten vorbei.
Nach einer guten halben Stunde nimmt das Spiel dann weiter Fahrt auf. Ein langer Befreiungsschlag von Felix Birkner erreicht Kay Stempnakowski, der zwei Verteidiger stehen lässt und aus zentraler Position zur 1:0 Führung einschiebt (31.). Die Antwort der Gäste folgt keine fünf Minuten später: Nach Flanke aus dem linken Halbfeld wird Daniel Lepinat per sehenswertem Volley-Heber bezwungen.
Die Schlussminuten vor dem Pausentee nutzen die Kessiner dann zur erneuten Führung: Nach Einwurf von Max Klingenberg tankt sich Tom Hutfilz in den gegnerischen Strafraum, legt scharf und flach quer, woraufhin Kay Stempnakowski zum 2:1 Halbzeitstand einschießt (40.).

Der BSV kommt mit der Führung im Rücken motiviert aus den Kabinen und erarbeitet sich direkt nach Wiederanpfiff zwei gute Möglichkeiten nach Kontern. Nach einem Fehler der ESV-Abwehr in der 51. Minute steht Kay Stempnakowski dann frei vor Loks Keeper und bringt sein Team mit 3:1 in Front. Im weiteren Spielverlauf drücken dann aber die Rostocker auf den Anschlusstreffer. Ein Freistoß in Minute 55 klatscht an die Latte. Fünf Zeigerumdrehungen später verschätzt Daniel Lepinat dann einen eher ungefährlichen Ball, den er vor die Füße des Gegners abwehrt – das 3:2.
In der 65. und 72. kann sich Kessins Rückhalt dann aber auszeichnen und verhindert mit zwei Glanzparaden den Treffer zum 3:3 Ausgleich. Auf der anderen Seiten sorgt Lars Illige acht Minuten vor dem Abpfiff nach Vorlage von Max Klingenberg für die Vorentscheidung: mit seinem vierten Saisontreffer bringt er sein Team mit 4:2 in Führung. Die Schlussminuten werden dann noch einmal emotional. Der ESV Lok bekommt von Lefter Adhamidhi einen aus Kessiner Sicht umstrittenen Elfmeter zugesprochen und bringt den Strafstoß auch sicher unter. Weitere Möglichkeiten soll es dann aber nicht mehr geben, Die Hausherren bringen die 4:3 Führung und damit den ersten Dreier im Jahr 2015 über die Zeit.


SV Prebberede – BSV Kessin 1:0 (1:0)

Aufstellung BSV:
D. Lepinat – T. Schulz, K. Hammon, L. Illige, E. Dittmann – D. Redlich, T. Hutfilz, M. Tausch (84. F. Zorn), M. Klingenberg – H. Kieseler (65. M. Mohncke), K. Stempnakowski

Tore:
1:0 (31.)

Karten BSV:
D. Lepinat Gelb (17.), L. Illige Gelb (69.)

Eigentlich ein typisches 0:0 Spiel. Prebberede hat Glück, dass ein harmloser Ball unglücklich im Kessiner Kasten landet. In einem Spiel auf Augenhöhe, das vor allem in der zweiten Halbzeit ohne große Abschlüsse vor sich hin plätschert, wäre eine Punkteteilung das gerechte Ergebnis gewesen.
Dabei haben die Gäste schon zwei Minuten nach dem Anpfiff den Torjubel auf den Lippen: Kay Stempnakowski bedient Hannes Kieseler, der den Torwart umspielt, dann allerdings Pech hat, dass sein Schuss noch auf der Linie geklärt wird. In Minute 20 legt Kessins Spielführer erneut auf, in diesem Fall für Dirk Redlich, der das Spielgerät aber knapp rechts neben den Kasten setzt. Eine Minute später kommt Kessins Linksaußen erneut zum Torabschluss, diesmal ist Prebberedes Nummer Eins aber zur Stelle. In Folge der anschließenden Ecke schraubt sich Mirko Tausch im Strafraum am höchsten, sein Kopfball segelt aber knapp über den Querbalken.
Einen Abstoß von Daniel Lepinat unterläuft ein Prebbereder Abwehrspieler, Kay Stempnakowski kommt über links an den Ball, zirkelt das Leder per Pieke aber über das Tor (27.). Das Tor des Tages gelingt den Hausherren dann mit tatkräftiger Unterstützung: Daniel Lepinat verschätzt sich bei einem Eckstoß und muss nach einem Kopfball vom SV hinter sich greifen (31.). Drei Minuten später ist er dann zur Stelle und kann einen höheren Rückstand verhindern. Die letzte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel haben dann wieder die Bandelstorfer. Nach einer Ecke herrscht Unordnung und Durcheinander im Sechszehner der Prebbereder. Hannes Kieseler reagiert gedankenschnell und versucht es mit dem Rücken zum Tor stehend aus kurzer Distanz mit der Hacke, letztendlich landet der Ball aber im Toraus.

Die zweite Halbzeit präsentiert sich ereignisarm, die Partie plätschert vor sich hin. Negativ fällt das Nachtreten eines gefoulten SVlers gegen Lars Illige auf, Torsten Gulde erkennt hier allerdings keine Tätlichkeit und zeigt beiden nur die gelbe Karte. Thomas Guth zieht im Verlauf der zweiten Halbzeit zwei Wechseloptionen, Kessin kommt aber nur noch zu vereinzelten Abschlüssen: Einen Freistoß von Max Klingenberg in der 73. Spielminute nimmt Tom Hutfilz per Kopf ab, das Leder schrammt hier aber über das Tor. Sehenswert per Fallrückzieher, allerdings auch ohne Ertrag, kommt Tom Hutfilz dann noch zur letzten Torschussmöglichkeit vor dem Abpfiff.

Rückrundenauftakt mit herben Dämpfer

Stürmische Zeiten beim BSV Kessin: Trotz zum Teil beherztem Einsatz und guten Vorstellungen bleibt man sieben Liga-Spiele in Folge ohne Sieg, die vier letzten Begegnungen und damit auch die komplette Rückrunde verlieren die Rand-Rostocker sogar. Zeit, dass sich die Bandelstorfer noch stärker zusammen raufen und als Team die Krise abschütteln. Doch der Reihe nach …


BSV Kessin – SV 26 Cammin 1:2 (1:2)

 
Aufstellung BSV:
F. Oesterle – N. Hähnel, K. Hammon, F. Bauer, E. Dittmann – F. Birkner (78. F. Pleban, L. Illige, D. Redlich (65. M. Mohncke) – H. Kieseler, D. Lepinat, K. Stempnakowski
 
Tore:
1:0 K. Stempnakowski (17.), 1:1 (25.), 1:3 (30.)
 
Karten BSV:
L. Illige (gelb, 38.)
 
Cammin entführt nicht unverdient drei Punkte aus Bandelstorf. Die Gäste haben im ersten Abschnitt leicht die Nase vorn und drehen die frühe Führung der Bandelstorfer. Im zweiten Abschnitt drückt der BSV feldüberlegen auf den Ausgleich, kommt mehrfach zu Abschlüssen und Standardsituationen, lässt aber die letzte Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor vermissen. Der SV setzt Nadelstiche per Konter und bringt den Sieg taktisch klug über die Zeit.
Jedes Team verbucht eine Möglichkeit, bevor der Ball das erste mal im Netz zappelt. Ein Freistoß, getreten von Kay Stempnakowski in Minute zwei, sowie ein Abschluss per Kopfball auf der Gegenseite (5.) verfehlen das Ziel. Die Führung der Hausherren leitet Daniel Lepinat ein. 20 Meter vor dem gegnerischen Tor bedient er Lars Illige durch die Schnittstelle der Abwehr. Dieser legt im Fünfer  quer auf Kay Stempnakowski, der mit der Hacke das 1:0 erzielt. Drei Minuten später schlägt Dirk Redlich ein Ecke für den BSV, den abgewehrten Ball nutzt er dann selbst zum Abschluss bei dem etwas Zielwasser fehlt. Der Ausgleich der Camminer fällt nach sattem Schuss vom Sechszehnereck – vom Innenpfosten springt das Speilgerät unhaltbar ein. In Minute 30 kann Fiete Oesterle dann einen Kopfball nach ruhendem Ball noch per Fußabwehr entschärfen, muss kurz darauf aber hinter sich greifen. Ein Freistoß von der Mittallinie findet erneut einen Abnehmer per Kopf – das 1:2.
Nach dem Seitenwechsel setzen die Kessiner alles daran, das Spiel zu drehen. Nach Ecke von Dirk Redlich schraubt sich Kay Stempnakowski in den Bandelstorfer Himmel, setzt den Ball per Kopf aber einen knappen Meter neben das Tor. Weitere Möglichkeiten folgen, bleiben am Ende aber ohne Ertrag. Cammin kann sich zwar immer wieder Luft verschaffen, kommt aber selbst kaum noch gefährlich vor das gegnerische Tor. Den Gästen ist es am Ende sicherlich egal, es bleibt bis zum Abpfiff beim 1:2.
 

 
TSV Thürkow II – BSV Kessin 5:2 (1:0)
 
Aufstellung BSV:
D. Lepinat – K. Hammon, T. Hutfilz, F. Bauer, E. Dittmann – D. Redlich, M. Tausch, L. Illige, G. Dietl (37. K. Stempnakowski) – H. Kieseler, F. Pleban
 
Tore:
1:0 (27.), 1:1 F. Pleban (47.), 2:1 (56.), 3:1 (61.), 4:1 (71.), 4:2 H. Kieseler (78.), 5:2 (90.+1)
 
Kessin macht auch gegen die Gastgeber aus dem Tabellenkeller vieles richtig – Spielaufbau, Einsatz und Zweikampfführung stimmen. Vor dem gegnerischen Tor fehlt aber oft die nötige Portion Glück, hinten führt dann beinahe jeder Fehler zum Gegentor.
Den besseren Start verbuchen die Gäste in Blau-Weiß. Gordon Dietls Schuss in Minute zwei pariert Thürkows Keeper. Drei Minuten später bedient Lars Illige aus der eigenen Hälfte Hannes Kieseler, dessen Schuss knapp daneben geht. Bei Schuss von Lars Illige ist dann wieder Thürkows Nummer Eins zur Stelle, der den Ball noch gerade so über den Querbalken lenkt (10.). Weitere Möglichkeiten für den BSV folgen. Der TSV kommt nur zwei mal gefährlich vor das Kessiner Tor. Der 1:0 Führung folgt in der Nachspielzeit beinahe das 2:0, Daniel Lepinat kann aber entschärfen.
Nach dem Pausentee sorgt Felix Pleban per Kopf für den Ausgleich. Den alten Abstand können die Gastgeber dann aber knappe 10 Minuten später wieder herstellen. Frank Bauer stoppt in den Augen des Unparteiischen seinen Gegenspieler mit unfairen Mitteln. Den fälligen Strafstoß hält Daniel Lepinat, der Nachschuss sorgt allerdings für die erneute Führung der Hausherren. Im weiteren Verlauf bricht das Kessiner Spiel – dem Ausgleich hinterher laufend gelingt nur noch wenig – Thürkow hingegen bestraft nun Abwehrfehler einskalt und sorgt zur Mitte der zweiten Hälfte bereits für die Vorentscheidung. Der zwischenzeitlich Anschlusstreffer durch Hannes Kieseler ändert leider auch nichts mehr am weiteren Spielverlauf.
 

SV Alt-Sührkow – BSV Kessin 4:1 (0:0)
 
Aufstellung BSV:
F. Oesterle – F. Birkner, T. Hutfilz, F. Bauer (65. H. Kieseler), E. Dittmann (65. T. Schulz) – K. Hammon, M. Tausch, D. Redlich, L. Illige, M. Klingenberg (80. D. Lepinat) – K. Stempnakowski
 
Tore:
0:1 K. Stempnakowski (52.), 1:1 (54.), 2:1 (60.), 3:1 (65.), 4:1 (85.)
 
Der BSV kann beim Tabellen-Nachbarn keinen Punkt mitnehmen und kassiert die vierte Saison-Niederlage in Folge. In einer der schwächsten Vorstellungen der Saison knüpfen die Gäste leider nahtlos an den zweiten Abschnitt der vorherigen Begegnung an und machen den Gegner stark. Der SV zeigt sich engagierter und zielstrebiger und gewinnt auch in der Höhe verdient.
Die ersten Minuten gestalten sich sehr hektisch. Alt-Sührkow gelangt mit Rückenwind ein ums andere mal in Kessins Strafraum – Fiete Oesterle muss oft eingreifen. Kessins einzig nennenswerte Chance durch Lars Illige wird vom gegnerischen Torwart pariert. Mehr will den Gästen nicht gelingen. Im Mittelfeld ist man zu passiv, der Spielaufbau gelingt nur selten. Zum durchwachsenen Spiel passend geht es mit 0:0 in die Pause.
Kessin beginnt Halbzeit zwei engagierter: Nach mustergültigem Pass von Klaus Hammon nimmt Kay Stempnakowski den Ball mit dem schwächeren Linken mit und schiebt anschließend mit dem starken Fuß präzise ins rechte untere Eck ein. Die Freude über die Führung währt allerdings nicht lange. Innerhalb von zehn Minten drehen die Gastgeber das Spiel – teils begünstigt durch haarsträubende Abwehrfehler der BSV'ler. Es passt einfach ins Bild der vergangenen Wochen, wenn nach einer Ecke der Ball vom eigenen Mann über die Linie gedrückt wird. Da auch die Wechsel auf Seiten der Kessiner keinen neuen Impulse gegen können, muss man die weite Heimreise ohne Punktgewinn antreten.
 

Der BSV hat nun zwei Wochen Zeit, sich zu schütteln. Das Training unter freiem Himmel startet in dieser Woche (ab sofort wieder jeden Donnerstag von 18:00 bis 19:30 Uhr in Bandlestorf)  – sicher Gelegenheit, sich für die kommenden Aufgaben vorzubereiten und einzuschwören. Am 12.04.2015 empfängt man daheim den ESV Lok Rostock 1948 II. Anstoß ist dann wie immer 10:00 Uhr. Auf geht's, Kessin!

Knappe Niederlage gegen den Spitzenreiter

Kessin setzt den kämpferischen und spielerischen Aufwärtstrend der Vorwoche (3. Pokalrunde) fort, wird allerdings aufgrund zweier Fehlentscheidungen um etwas Zählbares gebracht. Der Ausgleich der Gäste fällt aus klarer Abseitsposition, der Treffer zum 2:2 in Minute 74 wird nicht gegeben (der Ball befand sich einen knappen Meter hinter der Torlinie).
SPIELBERICHT
Dabei gelingt den Hausherren ein Start nach Maß. Daniel Lepinat, heute erneut im Sturm aufgeboten, setzt in Minute fünf einen Kritzmower Verteidiger unter Druck, setzt aufmerksam nach und netzt nach Balleroberung zur frühen Kessiner Führung ein. Auf der Gegenseite wird Neuzugang Fiete Oesterle zwei mal geprüft, bevor er beim dritten Anlauf der Gäste hinter sich greifen muss. Aus eindeutiger Abseitsposition hält Kritzmows Offensivakteur alleine auf Kessins Rückhalt zu und trifft zum 1:1 (31.). Im zweiten Spielabschnitt einer recht ausgegeglichen Partie fällt ein weiterer Treffer aus vermeintlicher Abseitsposition, obgleich die Situation weniger eindeutig ausfällt und im Zweifel wohl korrekt für den Angreifer entschieden wurde, der sich nach Flankenball im Rücken der Kessiner Abwehr in Position bringt und per Flugkopfball das 1:2 markiert (68.). Sechs Minuten später ist der Unparteiische dann aber erneut nicht auf der Höhe. Kay Stempnakowskis Abschluss landet deutlich hinter der Linie, der Pfiff und das Signal zur Mittellinie bleibt allerdings aus, so dass der BSV Kessin das fünfte Pflichtspiel in Folge verliert.
STATISTIKEN

BSV Kessin – FSV Kritzmow II
1:2 (1:1)

Aufstellung:

F. Oesterle
T. Schulz, N. Hähnel, M. Klingenberg, E. Dittmann
F. Birkner, M. Tausch, S. Tews
F. Pleban, D. Lepinat, K. Stempnakowski

Reserve:

Tore:

1:0 D. Lepinat (5.)
1:1 (31.)

1:2 (74.)

Karten:
Kritzmow (Gelb)
S. Tews (Gelb)
D. Lepiant (Gelb)

 

Drei Niederlagen in Folge – Jetzt Zähne zeigen!

Nach gelungenem Start in die Saison 2014/15 – drei Siege zum Auftakt, die zwischenzeitliche Tabellenführung und das Erreichen der dritten Pokalrunde – herrscht beim Bandelstorfer Traditionsverein inzwischen Katerstimmung. Die Spieltage vier, fünf und sechs musste man allesamt ohne Punktgewinn abgeben. Mit dreizehn Gegentoren und nur zwei erzielten Treffern aus den drei Begegnungen ordnet sich der BSV Kessin inzwischen nur noch auf Platz sieben des Tableaus ein.

Mögliche Begründungen sind vielschichtig. Abgänge und Ausfälle von Leistungsträgern reihen sich neben kurzfristige Absagen aufgrund von beruflichen und privaten Verpflichtungen an einzelnen Spieltagen – die Kaderdecke der Randrostocker ist in der jüngeren Vergangenheit häufig verdammt dünn. Zudem schmerzt eine Negativserie nach zwei überaus erfolgreichen Jahren natürlich auch mental, das Feuer für Motivation und Selbstvertrauen muss immer wieder neu geschürt werden.

Umso imposanter erscheint in diesem Zusammenhang dennoch das Rückrad der Truppe. Auf dem Platz konnte man in den vergangen Wochen trotz einem teilweise nur elf Mann starkem Kader jedem Gegner auf Augenhöhe begegnen. Und auch wenn oft das nötige Quentchen Glück für etwas zählbares fehlte – Kampf und Leidenschaft, Moral und Einstellung konnte man den Jungs in Blau-Weiß gewiss nicht absprechen. Wenn trotz 0:5 Rückstand die jungen Wilden auf das gegnerische Tor stürmen, wenn sich trotz Niederlagen Spieler in die Augen schauen um sich zu motivieren aber auch mal auf den Tisch zu hauen, dann zeigt sich, dass noch Blut in den Adern dieser Mannschaft fließt!

Hier gilt weiter es anzusetzen. Wenn jeder für jeden einsteht und das Team weiter auf die Zähne beißt, kann aus der Mini-Krise noch was mitgenommen werden. Kommt schon Männer, immer weiter – Arsch hoch – alles für den BSV!


ESV Lok Rostock 1948 II – BSV Kessin
4:2 (0:1)

Aufstellung: D. Lepinat – K. Hammon, N. Hähnel, F. Bauer, S. Frömel (ca. 81. F. Pleban) – M. Tausch, T. Hutfilz, L. Illige, D. Redlich (ca. 76. F. Oesterle), M. Klingenberg (ca. 60. D. Krosky) – K. Stempnakowski

Tore: 0:1 D. Redlich, 2:3 L. Illige
Karten:

Fazit: Der BSV verkauft sich bei der Lok weit unter Wert. Einer durchwachsenen ersten Halbzeit folgt ein unterirdischer zweiter Abschnitt. Der ESV ist in allen Belangen überlegen und geht verdient als Sieger vom Platz.


BSV Kessin – SV Prebberede
0:2 (0:2)

Aufstellung: F. Oesterle – K. Hammon, M. Klingenberg, F. Bauer, E. Dittmann (62. D. Lepinat) – M. Tausch, F. Birkner (86. F. Pleban), D. Redlich, L. Illige, T. Hutfilz – K. Stempnakowski

Tore: 0:1 (25.), 0:2 (38.)
Karten: Gelb K. Hammon (78., taktisches Foul)

 

Fazit: Mit unter dem Strich dem besseren Spiel gewinnt der SV verdient sein Gastspiel. In Halbzeit eins klar überlegen, sorgen die Prebbereder bereits für die Vorentscheidung. Der BSV steigert sich im zweiten Abschnitt klar, Einstellung und Einsatz stimmen, das Spiel nach vorne ziehen die Hausherren allerdings zu kompliziert auf – die zweite Niederlage in Folge.

TSV Langhagen/Kuchelmiß 95 – BSV Kessin
5:0 (2:0)

Aufstellung: F. Oesterle – E. Dittmann, K. Hammon, F Bauer, S. Frömel – M. Klingenberg, M. Tausch, L. Illige, T. Hutfilz – F. Pleban, K. Stempnakowski

Tore: 1:0 (8.), 2:0 (39.), 3:0 (57.), 4:0 (65.), 5:0 (82.)
Karten: Gelb S. Frömel

 

Fazit: Kessin agiert erneut erschreckend harmlos. Vor allem im ersten Abschnitt gelingen Zweikampfführung und das Kombinationsspiel nach vorne nur sporadisch. Trotz leichter Steigerung in Halbzeit zwei und einem über das gesamte Spiel ausgeglichenem Chancenverhältnis können die Gäste kein Tor erzielen. Im Abschluss fehlt oftmals die letzte Konsequenz bzw. die nötige Portion Glück. Der TSV hingegen zeigt sich im Abschluss eiskalt, bestraft jeden Fehler der Kessiner Hintermannschaft und schießt den BSV ins Niemandsland der Tabelle.

Mit torreichem Sieg an die Spitze der Tabelle

Die Gäste beginnen beide Halbzeiten engagiert, finden aber gegen taktisch clevere Gastgeber kein Mittel nach vorne. Der BSV zeigt konsequente Zweikampfführung und belohnt sich bereits am Ende der ersten Halbzeit nach Auslassen vieler Großchancen mit der Vorentscheidung. Im zweiten Abschnitt kann man noch mal nachlegen und sichert sich aufgrund der Tordifferenz den ersten Tabellenplatz.
SPIELBERICHT
Die ersten Möglichkeiten im Spiel erarbeiten sich die Gäste. Nach Querpass klärt Frank Bauer allerdings zur Ecke (1.), Sührkows Schuss in Minute neun verfehlt den Kasten. Nach einem Befreiungsschlag spielen die Gastgeber einen Konter dann perfekt aus – Kay Stempnakowski setzt sich im Zwei gegen Eins durch und markiert die frühe Führung (10.). Der SV muss sich im Anschluss zunächst wieder sortieren, Kessin hingegen hat das 2:0 auf dem Fuß. Lars Illige zieht in Minute 18 in den Strafraum und spielt quer in den Rücken der Abwehr. Kay Stempnakowskis Schuss aus zentraler Position wird aber gehalten. Im Gegenzug versuchen es die Gäste aus der Distanz, Daniel Lepinat entschärft allerdings per Hechtsprung. Zwei Minuten später lässt Mirko Tausch zunächst drei Gegenspieler stehen, verzieht aber beim Abschluss. Ein weiterer Torabschluss von Kay Stempnakowski wehrt SVs Torhüter zur Ecke ab. Zwei Ecken der Gäste folgt ein Schuss von Klaus Hammon, auch hier ist das Resultat ein Eckball ohne weiteren Ertrag (22. und 24.).
Kessin vergibt im weiteren Verlauf vielfältig Möglichkeiten. Dirk Redlich bedient Kay Stempnakowski, der aber am Gehäuse vorbei schießt (29.). In Minute 32 legt der Kessiner Kapitän für Lars Illige auf, dessen Schuss allerdings zu zentral platziert ist. Die Schlussminuten der ersten Halbzeit verlaufen dann aus Gästesicht gleich mehrfach negativ. Zunächst verletzt sich Alt Sührkows Nr. 15 und muss kurze Zeit später ausgewechselt werden. Zu allem Überfluss fällt das 2:0 per Eigentor nach sehenswerter Einzelleistung und scharfen Querpass im Strafraum durch Max Klingenberg (43.). Nur eine Zeigerumdrehung später kann Lars Illige nach Ecke von Dirk Redlich auf 3:0 erhöhen, bevor dieser in der Nachspielzeit selbst per Kopf zum 4:0 Pausenstand einnetzt.
Die Situation nach dem Seitenwechsel stellt sich analog der ersten Halbzeit dar. Alt Sührkow beginnt schwungvoll, kann dem körperbetonten Spiel der Kessiner aber nicht in jeder Situation entgegen wirken. Viele Entscheidungen des Unparteiischen werden diskutiert – zwei gelbe Karten wegen Reklamierens sind die Folge. Das Team in Blau-Weiß hingegen lässt euch in den zweiten 45 Minuten viele Einschussmöglichkeiten liegen. Vier Minuten nach Wiederanpfiff verfehlt Kay Stempnakowski per Schuss. In der folgenden Situation setzt er sich nach langem Ball gegen Sührkows Abwehr durch, passt aus spitzem Winkel quer auf Dirk Redlich, dessen Torabschluss aber geblockt wird (54.). Eine "100%ige" vergibt der Spielführer dann nach Zuspiel von Lars Illige in Minute 69, bevor Mirko Tausch mit sehenswertem Schuss mehr Glück hat und für die Entscheidung sorgt (5:0 – 75.). Eine Minute später kann sich auch Max Klingenberg in die Torschützenliste eintragen, der Youngster erhöht auf 6:0 (76.). Zum Ende der Begegnung steht Lars Illige mehrfach im Blickpunkt. Ein verheißungsvoller Schuss wird gehalten (84.) und auch ein direkter Freistoß des Mittelfeldmotors wird vom Sührkower Schlussmann pariert (87.). Kurz vor Abpfiff gelingt dann allerdings doch noch das 7:0. Nach sehenswerter Kombination über Dirk Redlich und Kay Stempnakowski erzielt Lars Illige sein zweites Saisontor.
STATISTIKEN

BSV Kessin – SV Alt Sührkow
7:0 (4:0)

Aufstellung:

D. Lepinat
K. Hammon (73. E. Dittmann), N. Hähnel, F. Bauer, S. Frömel
M. Tausch, F. Birkner (73. D. Krosky), L. Illige, D. Redlich, M. Klingenberg
K. Stempnakowski

Reserve:

D. Krosky
E. Dittmann

Tore:

1:0 K. Stempnakowski (10.)
2:0 ET (43.)

3:0 L. Illige (44.)

4:0 D. Redlich (45.+1)

5:0 M. Tausch (75.)

6:0 M. Klingenberg (76.)

7:0 L. Illige (90.+1)

Karten:

 

BSV schreibt (Pokal-)Geschichte

Der BSV Kessin schreibt mit dem Einzug in die dritte Pokalrunde Vereinsgeschichte. Mit knappen 12-Mann-Kader geht man gegen konzentrierte und körperlich starke Gastgeber zunächst in Führung. Der Ausgleich in der zweiten Halbzeit fällt verdient. Bei schwülem Wetter geht es für die Teams dann in die Verlängerungen, da hüben wie drüben innerhalb der regulären Spielzeit Großchancen liegen gelassen werden. Im Elfmeterschießen behalten die Gäste dann die Nerven.
SPIELBERICHT
Das Chancenverhältnis in Halbzeit Eins gestaltet sich ausgeglichen. Den ersten Torschuß liefert Lars Illige nach Freistoß von Dirk Redlich (10.). Die ersten Möglichkeiten der Hausherren sehen die zahlreichen Zuschauer im Bergring-Stadion drei bzw. vier Minuten später. Im ersten Anlauf landet das Spielgerät am Außennetz, anschließend landet der Ball neben dem Kasten von Neuzugang Fiete Oesterle. Auf der Gegenseite prüft Niklas Graack Teterows Rückhalt, der den Schuss der Kessiner Dampflok aber entschärfen kann (16.). Zum Ende der ersten 45 Minuten wird es dann noch mal brenzlig in den Strafräumen. Zunächst packt Kessins Torhüter eine Glanzparade aus (37.), bevor das Leder eine Zeigerumdrehung später in den Teterower Maschen zappelt. Einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie, getreten durch Max Klingenberg, verwertet Kay Stempnakowski volley zum 0:1.
Zur Pause verlässt Niklas Graack verletzungsbedingt das Feld – Falco Zorn ersetzt den Youngster – Kessin steht damit keine weitere Wechseloption mehr zur Verfügung. Teterow drückt nach dem Pausentee direkt auf den Ausgleich, Kessin verpasst trotz hochkarätiger Möglichkeiten die Vorentscheidung. Dicke Chancen durch Dirk Redlich (56. und 63.) und Kay Stempnakowski (67.) führen nicht zum Torerfolg. Folgerichtig fällt der Ausgleich in Minute 70. Im Verlauf müssen die Spieler dem schwül-heißen Wetter Tribut zollen, innerhalb beider Reihen werden hier und da die Beine schwerer. Da aber auf Seiten der Gäste erneut kein Treffer gelingt (71. Kopfball Kay Stempnakowski, 84. Dirk Redlich) und auch den Schildbürgern aus Teterow ein weiterer Torerfolg versagt bleibt, spendiert der souveräne leitende Robert Küper zwei mal fünfzehn Minuten Nachschlag.
Die größte Möglichkeit in der Verlängerung bietet sich Capitano Kay Stempnakowski, der das Runde frei vor Teterows Rückhalt aber knapp neben das Eckige platziert (107.). So kommt es zur Entscheidungsfindung im Elfmeterschießen. Der SV verwandelt vom Punkt zwei mal, ein Versuch landet neben dem Tor, einen Schuss kann Fiete Oesterle entschärfen. Auf Seiten der Kessiner behalten dann Dirk Redlich, Max Klingenberg, Klaus Hammon und Kay Stempnakowski die Nerven, der letzt nominierte Lars Illige muss nicht mehr antreten.
STATISTIKEN

SV Teterow 90 II – BSV Kessin
3:5 n.E.

Aufstellung:

F. Oesterle
E. Dittmann, N. Hähnel, M. Klingeberg, K. Hammon
D. Lepinat, M. Tausch, N. Graack (46. F. Zorn), L. Illige, D. Redlich
K. Stempnakowski

Reserve:

F. Zorn

Tore:

0:1 K. Stempnakowski (38.)
1:1 (70.)
 
Torschützen Elfmeterschießen:
D. Redlich
M. Klingenberg
K. Hammon
K. Stempnakowski

Karten:
M. Tausch (gelb 75.)
D. Lepinat (gelb 80.)

 

BSV Kessin verbucht zweite Niederlage

Der Dreier vom TSV ging absolut in Ordnung. Kessin agierte im Aufbauspiel sicherer, fand aber kein probates Mittel gegen den stark aufspielenden Abwehrverbund der Gäste. Und wie es beim Fußball dann oft ist, machst du vorne die Dinger nicht, fängst du hinten welche.

Nach dem Rückstand haben wir auf 3-4-3 umgestellt und auf gemacht – alles andere als ein Sieg hätte wenig gebracht. Dass diese Rechnung nicht auf ging und schnell mit dem zweiten Gegentor bestraft wurde, ist ärgerlich, muss nun aber so abgehakt werden.
Letztendlich liegt der Druck in den noch zwei verbleibenden Spielen nun auf den Schultern der FSVler, wir müssen unsere Hausaufgaben in den drei letzten Spielen machen. Ich denke, das Team wird sich schnell aufraffen und die Saison bestmöglich beenden. Und dass beim geliebten Rasensport alles möglich ist, zeigte der letzte Spieltag der Hinrunde und die damit verbundene Herbstmeisterschaft.

Auf den Punkt: abgerechnet wird am Schluss. Und wer am Ende oben steht, ob Dummerstorf, der BSV oder Cammin, hat das Ding einfach verdient.

BSV Kessin – TSV Langhagen/Kuchelmiß 0:2 (0:0)
Aufstellung D. Lepinat – F. Birkner, L. Illige, F. Bauer, T. Schulz – T. Hutfilz (76. D. Krosky), M. Tausch, D. Redlich, M. Klingenberg – N. Graack, K. Stempnakowski
Reserve S. Trinks, E. Dittmann, D. Krosky, F. Pleban
Tore 0:1 (68.), 0:2 (71.)
Karten

 

Kessin mit wichtigem Punkt beim Spitzenreiter

Eine leistungsgerechte Punkteteilung in einem rassig umkämpften aber unter dem Strich fairen Derby. So lässt sich das Topspiel am vergangenem Sonntag des BSV Kessin beim FSV Dummerstorf II zusammenfassen. Der Hausherr, derzeit Tabellenerster, verteidigt damit zunächst die Spitzenposition. Die Jungs aus Kessin, aktuell mit einem Spiel weniger, bewahren sich mit dem Punktgewinn alle Möglichkeiten auf den Aufstieg.

Taktisch ergeben sich keine großen Überraschungen: Bis auf Felix Birkner und (zunächst) Dirk Redlich können Mirko Tausch und Thomas Guth nahezu ihre Bestbesetzung auflaufen lassen. Beide Teams schenken sich von Beginn an wie erwartet keinen Grashalm und kämpfen mit offenem Visier. Den ersten Schuss gibt der Gastgeber ab, Bernhard Hartfiel entscheidet allerdings auf Abseits. Zwei Minuten später gehen dann die Gäste mit ihrer ersten gefährlichen Offensivaktion in Führung. Max Klingenbergs Balleroberung ermöglicht den zielgenauen Pass auf Kay Stempnakowski, der Spielführer der Bandelstorfer schiebt kaltschnäuzig ein und wirft das spielerische Konzept der Dummerstorfer vermeidlich über den Haufen. Der FSV zeigt allerdings keinerlei Anzeichen von Schockstarre. Im Gegenteil: Nach dem Rückstand präsentieren die Gelb-Schwarzen druckvollen Einbahnstraßen-Fußball.

Ein Schuss in Minute zehn aus der zweiten Reihe wird vom BSV zur Ecke geklärt – diese und zwei direkt folgende bringen allerdings nichts ein. Ein FSV-Freistoß vom linken Strafraumeck schrammt knapp über den Kasten (15.). Für Entlastung sorgt Kessins Stürmer-Duo per Tempogegenstoß: Niklas Graack nimmt beherzt Fahrt auf und bedient Kay Stempnakowski, der allerdings an Dummerstorfs Nummer Eins scheitert (20.). Eine Zeigerumdrehung später macht es der Capitano besser. Den Torhüter bereits umkurvt wird sein Schuss allerdings im letzten Moment von einem Abwehrspieler zur Ecke geklärt. Die Schlussphase der ersten Durchganges gehört dann wieder dem Tabellenführer. Daniel Lepinat verschätzt zunächst einen langen Freistoß, zwei FSVler verpassen es allerdings, den Ball per Kopf in die Maschen zu drücken (24). In Minute 27 sieht Kessins Rückhalt erneut nicht gut aus, ein flacher Distanzschuss landet zum 1:1 im Tor. Das Highlight und der Schlusspunkt der ersten 45 Minuten erfolgt dann nach ruhendem Ball. Ein direkt getretener Freistoß nach Foul an der rechten Strafraumkante befördert die Kirsche brachial und unhaltbar in den linken Giebel (34.). Das Tor zum 2:1 Pausenstand ist gleichzeit die letzte nennenswerte Aktion vor dem Seitenwechsel.

Zwei Minuten nach Wiederanstoß verbucht der BSV eine Doppelchance. Kay Stempnakowski ist nach schnellem Umschaltspiel frei durch, Dummerstorfs Torhüter pariert aber. Ein Schuss von Niklas Graack ist hingegen zu unplatziert. In Minute 50 fahren die Hausherren einen schnellen Konter. Der Abschluss verfehlt den Kasten allerdings, gleiches gilt für einen Heber vier Minuten später, der knapp drüber geht. Davon abgesehen sind die Gäste in dieser Phase dem Ausgleich gefühlt näher, als Dummerstorf der 3:1 Führung. Ein strammer Schuss von Max Klingenberg wird geblockt, der Nachschuss von Niklas Graack verfehlt sein Ziel (60.). Als dann zwei Minuten später ein Querpass von Tom Hutfilz im Sechszehner den Arm des über den Boden rutschenden Verteidigers berührt, bleibt die Pfeife des Unparteiischen stumm – aus Sicht der Blau-Weißen eine klare Fehlentscheidung. Beide Teams wechseln in den Folgenminuten jeweils einmal durch, Dirk Redlich ersetzt auf Seiten der Kessiner Tom Hutfilz und kann das Vertrauen postwendend zurück zahlen. Nach Foul an Kay Stempnakowski zeigt Bernhard Hartfiel auf den Elfmeterpunkt, eine zugegebenermaßen schon nicht mehr ganz so klar nachvollziehbare Entscheidung wie in der Szene zuvor. Kessins Routinier behält aber die Nerven, verlädt Dummerstorfs Keeper und markiert mit Saisontreffer Nummer sieben den Ausgleich (70.).

Die Schlussphase entwickelt dann endgültig hochdramatischen Derbycharakter – die Spannung hält die zahlreichen Anhänger beider Seiten im Mach-mit-Stadion kaum noch auf den Sitzen. Ein Schuss von Kay Stempnakowski in Minute 74 ist zu unplatziert. Eine weitere Möglichkeit das Spiel zu drehen, verpasst Patrick Guth nach Freistoß von Lars Illige und anschließender Flanke von Max Klingenberg (75.). Auf der Gegenseite segeln zwei Schüsse der Gastgeber weit drüber (77.), in Minute 80. verhindert Daniel Lepinat mit Glanzparade der erneuten Rückstand. 60 Sekunden später trifft Dummerstorfs Offensivabteilung nur das Außennetz. Die letzte Möglichkeit im Spiel hat dann der BSV in Minute drei der Nachspielzeit – Max Klingenbergs Pfund schrammt aber knapp über den Querbalken.

Nach dem Spiel entwickeln sich hüben wie drüben kleine Nicklichkeiten einzelner, das Gros beider Teams begegnet sich aber wie über die gesamten 90 Minuten fair und reicht sich sportlich die Hände. Der BSV Kessin empfängt am morgigen Sonntag den TSV Langhagen/Kuchelmiß, der FSV Dummerstorf II ist zeitgleich zu Gast beim SV Jördenstorf II.

FSV Dummerstorf II – BSV Kessin 2:2 (2:1)
Aufstellung D. Lepinat – N. Hähnel, L. Illige, F. Bauer, S. Frömel – T. Hutfilz (67. D. Redlich), P. Guth, M. Tausch, M. Klingenberg – N. Graack, K. Stempnakowski
Reserve S. Trinks, E. Dittmann, F. Pleban, D. Krosky, D. Redlich
Tore 0:1 K. Stempnakowski (5.), 1:1 (27.), 2:1 (34.), 2:2 D. Redlich (FE 71.)
Karten Gelbe Karte N. Hähnel (83. – Foul)

 

Nachgereicht: BSV siegt, Neuzugang schnürt Doppelpack

Mit einem Spiel Verzögerung, der BSV Kessin hatte am 12. Spieltag spielfrei, startete am 23.03. auch für die Bandelstorfer die heiß ersehnte Rückrunde. Als Tabellenführer war die Marschrichtung klar, man wollte an die konstant gute Form der Hinrunde anknüpfen. Dass dies gegen den Gast aus Thürkow gelang, war unter anderem Neuzugang Niklas Graack zu verdanken, der in seinem Pflichtspieldebut für die Randrostocker zwei Treffer beisteuerte. Die Gäste schwächten sich nach guten Phasen im Spiel gegen Ende der Begegnung selbst durch einen Platzverweiß.

Der Auftakt gelingt dem BSV nach Maß. Nach Balleroberung und Zuckerpass von Max Klingenberg taucht Kay Stempnakowski in Minute fünf frei vor Thürkows Rückhalt auf und netzt unhaltbar zum 1:0 ein. In der munteren Anfangsphase haben die Gäste vier Minuten später die Möglichkeit zum Ausgleich, nach Ballverlust von Mirko Tausch rauscht das Leder allerdings weit am Kasten von Daniel Lepinat vorbei. Eine Zeigerumdrehung später zieht Max Klingenberg satt ab, das Spielgerät landet aber auch in dieser Szene neben dem Tor. Kurz darauf kann sich der Rechtsaußen allerdings seinen zweiten Scorerpunkt verdienen. Nach Zuspiel von Patrick Guth legt er im Fünfer quer auf Niklas Graack, der zum 2:0 einschiebt (13.). Auch das nächste Highlight setzen die jungen Wilden: Nach Flanke von Max Klingenberg zirkelt Niklas Graack die Kirsche volley an die Latte, der Nachschuss von Max Klingenberg knallt an den Giebel (24.) – unglaublich.

In der Schlussviertelstunde vor dem Pausentee flacht die Begegnung etwas ab. Auf beiden Seiten zeigen sich immer wieder Ungenauigkeiten. Die Gäste werden zwar etwas stärker, reklamieren aber wiederholt Entscheidungen des Unparteiischen. In Minute 30 köpft Kay Stempnakowski eine von Max Klingenberg herein gebrachte Ecke knapp vorbei, beim direkten Gegenzug verzieht Thürkows Offensivakteur im Abschluss. Eine weitere TSV-Möglichkeit, einen Freistoß in Minute 32, entschärft Kessins Nummer Eins. Den Schlussstrich unter Halbzeit Eins zieht Lars Illige. Technisch versiert bringt er das Runde mit strammem Schuss auf's Eckige. Thürkows Torhüter klatscht zur Ecke, die für den BSV aber nichts mehr einbringt, weshalb es nur mit einer 2:0 Führung im Rücken in die Katakomben geht.

Die ersten zwanzig Minuten in Abschnitt zwei verschlafen die Gastgeber beinahe komplett. Körperlich zwar robust und präsent, spielerisch allerdings ausbaufähig eiert der Hausherr über den Rasen. Einzig ein Schuss von Spielführer Kay Stempnakowski in Minute 54 steht zu Buche – dieser wird allerdings zur Ecke abgewehrt. Ab der 66. Minuten ziehen beide Teams dann noch einmal das Tempo an. Zunächst geht ein flacher Schuss von Felix Birkner knapp vorbei. Auf der Gegenseite ist dann Thürkow überraschend frei durch, Daniel Lepinat behält im Rauslaufen allerdings die Nerven. Die Gäste drängen nun vehement auf den Anschlusstreffer. Ein Lattenkracher nach Ecke eröffnet dem TSV eine Nachschusschance, die Daniel Lepinat zu einer Glanzparade zwingt (71.). Kessin hat allerdings die passende Antwort parat. Kay Stempnakowski setzt sich auf links durch und hat im Strafraum das Auge für den mitgelaufenen Niklas Graack, der mit seinem zweiten Saisontreffer zur Vorentscheidung einschieben kann (76.).

Zwei Minuten später überschlagen sich die Ereignisse: Nico Hähnel sieht nach Foul an der Mittellinie zunächst den gelben Karton. Die Mannschaft der Gäste sieht die Verwarnung allerdings als zu geringe Strafe – Notbremse und rot wird gefordert – eine Kann-Entscheidung, von der Seitenlinie betrachtet aber eher Tendenz nur gelb. Bei einem Gastakteur entlädt sich dann der Frust. Der Schupser gegen Schiedsrichter Norman Ahrens bedeutet konsequenterweise den Platzverweis. Die Bandelstorfer haben damit für die Schlussphase die eindeutig besseren Karten und können gegen dezimierte Gäste noch zwei mal nachlegen. Der eine viertel Stunde zuvor eingewechselte Tom Hutfilz netzt nach tollem Solo im Strafraum flach zum 4:0 ein (83.). Den 5:0 Endstand besorgt Felix Birkner. Zunächst schickt er Spielführer Kay Stempnakowski von der Mittellinie auf die Reise, dieser legt dann vor Thürkows Keeper zurück auf den einschussbereiten Linksverteidiger (90).

BSV Kessin – TSV Thürkow II 5:0 (2:0)
Aufstellung D. Lepinat – F. Birkner, N. Hähnel (83. S. Fröhmel), F. Bauer, T. Schulz (64. D. Krosky) – N. Graack, M. Tausch, L. Illige, M. Klingenberg (68. T. Hutfilz) – P. Guth, K. Stempnakowski
Reserve T. Hutfilz, S. Fröhmel, D. Kroksy, E. Dittmann, S. Trinks, F. Pleban
Tore 1:0 K. Stempnakowski (5.), 2:0 N. Graack (13.), 3:0 N. Graack (76.), 4:0 T. Hutfilz (83.), 5:0 F. Birkner (90.)
Karten Gelb Thürkow (Foul 22.), Gelb N. Hähnel (Foul 78.), Rot Thürkow (Schieri geschubst 78.)

 

BSV weiter siegreich – Spielberichte folgen …

Was bitte ist hier los? Stecken die Kessiner noch in der Winterpause? So eine tolle Seite aber irgendwie null Info?!
 
Ja, leider ist es gerade so. Der BSV Kessin fährt nach durchwachsener Vorbereitung einen 5:0 Heimsieg gegen TSV Thürkows Zweite ein und toppt diese Ergebnis noch rekordverdächtig mit einem 14:0 Auswärtserfolg beim SV Eintracht Groß Wokern II. Eigentlich mehr als genug Material für spannende Artikel.
 
Leider erlaubt die Zeit bei mir (Enrico) aktuell keine großen Sprünge: keinen Kurzabriss und schon gar keine Detailbeleuchtung im gewohnten Stil. Ich bin die komplette Woche auf Schulungsreise – die dünne Personaldecke in unserer Redaktion kann diesen Ausfall auch nicht kompensieren. 🙂
 
Also: habt ein wenig Verständniss und Geduld, die Spielberichte (zumindest der Pflicht-Punktspiele) werden auf jeden Fall nachgereicht. Bis dahin …