Im Nordosten geht die Sonne auf. So oder so ähnlich lautet das Sprichwort, dass uns die Auswärtsfahrt zum FSV NordOst Rostock II angenehm erscheinen ließ. Gut gelaunt und solide besetzt sollte es nach zwei Spielen endlich wieder einen Dreier geben…
„Du bleibst also doch auf der Bank?“, höre ich mich Kolbsen fragen. „Dit is nich´dit wat meen Herz will, aber dit wat meene Knochen wollen“, entgegnet er eloquent. Der nach wie vor von Verletzungen gebeutelte Stürmerstar des BSV schickte anstatt seiner selbst Maus auf den schmal bemessenen Platz der NordOstler. Umgeben von Gitterstäben, die für ein sanftes JVA-Feeling sorgten, konnte jener gemeinsam mit Simon bereits nach 6 Minuten die erste Doppelchance verbuchen. Mit viel Schwung versuchten Oesterles Mannen sich der drohenden Sieglosserie entgegenzustemmen. Kurz darauf prüfte Jatschi den Keeper der Hausherren (12.), wenig später suchte er Maus mit einem Steckpass, der im eins gegen eins am Rostocker Schlussmann scheiterte (14.). Auch im Folgenden mühten wir uns redlich, taten uns aber mit dem schmalen Platz schwer. Nach 35 Minuten verpasste abermals die umtriebige Maus die Führung, ehe Simon es drei Minuten später besser machte. Nach einem phänomenalen Dribbling gegen drei Rostocker auf dem berühmt berüchtigten Bierdeckel, schlug sein Fernschuss im Tor zum 1:0 ein! Kurz vor der Pause sorgte Jannotta für Herzinfarkte, in dem er auf einmal seine gemütliche eigene Hälfte verließ, um den Abschluss zu suchen. Schön anzusehen, aber letztlich ohne Erfolg. Sowohl der Abschluss als auch Jannotta. Dies stellte den Schlusspunkt des ersten Durchgangs dar.
Nachdem die Ersatzspieler und Trainer des BSV zur zweiten Hälfte wieder auf der gemütlichen Reiseersatzbank des FSV Platz nahmen, gab es direkt den ersten Aufreger. Captain Jatschi kam zwar mit zwei Schuhen an die Seitenlinie, jedoch nur noch mit einem besohlten. Wie es ihm vorbestimmt zu sein scheint schlüpfte er kurzerhand in die Schuhe von Coach Oesterle (okay, nur in den linken). Nur kurz darauf der nächste Aufschrei, diesmal aus erfreulichem Grunde. Brian, der zur Pause für Gecko kam, erzielte womöglich das Tor der Saison. Einen eigentlich toten Ball auf der Grundlinie ergrätschte er sich, tunnelte den herbeieilenden Gegenspieler und schoss den Ball (gut aufgepasst jetzt!) von der linken Außenbahn von der Grundlinie mit der linken Innenseite ins Tor. Wer das zuhause nachstellen will, ist herzlich eingeladen es zu versuchen. Ihr werdet wahrscheinlich ähnlich dumm gucken wie wir. Sei es drum, 2:0 BSV! Den Rest der Spielzeit trug der uns wohlgesonnene Wind (der laut Brians Angaben auch der eigentliche Torschütze zum 2:0 war) uns über die verbleibende Spielzeit. Auch der rege Personalwechsel (Maus für Häschen, Kolbsen ((„Mit Spaß, nicht mit Hass“) für Fiete und Joey (((Debüt, Kiste!) für Manski) konnte den Auswärtssieg des BSV nicht mehr verhindern. Geil!
Nach einem spielfreien Wochenende erwarten wir am 10.05. den TSV Eintracht Sanitz/Groß Lüsewitz in der Kuhstallarena. Wir freuen uns sehr. Bis es so weit ist, bedanken wir uns bei allen anwesenden Auswärtsfahrern, bei allen Lesern und wünschen euch eine gute Zeit.
Für den BSV im Einsatz
Nils Kröner – Basti „Gecko“ Gaedecke (46. Brian Sturzwage), Gian-Luca Bandiko, Felix Jannott, Tom Hutfilz – Lukas Manski (82. Joey Becker), Jan Tschirner (C), Til Möhwald, Simon Lenzner, Fiete Oesterle (75. Felix Kolbe), Tim Pfitzmann (58. Tom Haß)
Torfolge
1:0 Simon Lenzner (38.)
2:0 Brian Sturzwage (51.)